Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

07.10.26 , 10:31 Uhr
CDU

Martin Balasus: TOP 1: Wissenschaftliche Exzellenz ist an der CAU längst Wirklichkeit

Exzellenzstrategie | 07.10.2026 | Nr. 312/26
Martin Balasus: TOP 1: Wissenschaftliche Exzellenz ist an der CAU längst Wirklichkeit Es gilt das gesprochene Wort!
Sehr geehrter Herr Präsident,
„Scheitern bedeutet, überhaupt erst einmal den Mut gehabt zu haben, etwas zu wagen.“
Lieber Kollege Vogt, dieser Satz stammt von Ihnen. Gesagt hier im Landtag, am 18. Juni 2015. Ich finde: Der Christopher Vogt von 2015 hat Recht. Und ich finde: Dieser Gedanke sollte auch unsere heutige Debatte prägen.
Die FDP wirbt seit Jahren dafür, Neues auszuprobieren, Risiken einzugehen und daraus zu lernen. Zu Recht. Innovation braucht Menschen, die etwas wagen. Und sie braucht ein Umfeld, das ihnen zutraut, nach einem Rückschlag wieder erfolgreich zu sein. Wer Mut zum Risiko fordert, muss diesen Mut auch dann anerkennen, wenn der erhoffte Erfolg ausbleibt.
Genau diesen Mut hat die CAU bewiesen. Sie hat sich einem anspruchsvollen Wettbewerb gestellt und sich ein großes Ziel gesetzt. Dafür verdienen alle, die diese Bewerbung getragen haben, unseren Dank und unseren Respekt. Dass es mit dem Titel der Exzellenzuniversität nicht geklappt hat, ist eine Enttäuschung. Für die Universität, für die beteiligten Wissenschaftler und auch für uns als Land.
Die Gründe müssen sorgfältig ausgewertet werden. Aus der Begutachtung des Wissenschaftsrates können neue Ideen, bessere Strategien und ein erfolgreicher nächster Anlauf entstehen. Dafür braucht es anhaltende politische Unterstützung und Zutrauen in die Fähigkeiten der CAU.
Wer aber aus einer gescheiterten Bewerbung sofort ein pauschales Urteil über die gesamte Hochschulpolitik ableitet, wird diesem Anspruch kaum gerecht. Herr Vogt, Ihr eigener Satz von damals ist ein guter Maßstab, auch für heute.
Schleswig-Holstein kann Spitzenforschung. Die CAU beweist das jeden Tag: mit Forschung an besseren Therapien für chronisch Kranke, mit Antworten auf die Zukunft unserer Meere und mit anderen Ideen, die weit über unser Land hinaus wirken. Diese Stärken geben uns allen Grund, die nächsten Schritte mit Zuversicht zu gehen. Und wir wollen der CAU weiter konkrete Rückendeckung geben: mit


Seite 1/4
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de verlässlicher Finanzierung, erheblichen Investitionen und Unterstützung für ihre Spitzenforschung.
Die beiden Exzellenzcluster PMI und ROOTS werden von 2026 bis 2032 weitergefördert. Sie haben sich im wissenschaftlichen Wettbewerb gegen starke Konkurrenz behauptet. Das Land trägt für beide Cluster den Finanzierungsanteil von 25 Prozent und unterstützt damit unmittelbar international anerkannte Forschung. Wissenschaftliche Exzellenz ist also in Schleswig-Holstein längst Wirklichkeit. Und das Land trägt dazu bei, dass sie sich weiterentwickeln kann.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Unterstützung des Landes beginnt bei verlässlichen Zusagen.
Schon für die Bewerbung war klar: Im Erfolgsfall übernimmt Schleswig-Holstein seinen Landesanteil. Die notwendige Kofinanzierung war abgesichert. Auch den Bewerbungsprozess selbst hat das Land zusätzlich finanziell unterstützt. Die CAU konnte sich darauf verlassen, dass wir hinter ihrem Vorhaben stehen. Wer sich einem solchen Wettbewerb stellt, braucht genau diese Rückendeckung.
Auch die längerfristige Entwicklung zeigt, welchen Stellenwert die CAU für uns hat: Von 2019 bis 2025 ist ihr Globalbudget einschließlich Medizin um mehr als 23 Prozent gestiegen. Das sind erhebliche zusätzliche Mittel. Bereitgestellt in Jahren, in denen die Pandemie und die Folgen des russischen Angriffskrieges den Landeshaushalt massiv belastet haben. Wir haben unter schwierigen Bedingungen die Finanzierung der CAU deutlich gestärkt. Das ist eine politische Leistung, zu der wir selbstbewusst stehen.
Und wir geben unseren Hochschulen weiter Planungssicherheit. Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2026 bis 2029 schaffen einen verlässlichen Rahmen. Tarif- und Besoldungssteigerungen werden zusätzlich ausgeglichen. Für eine Hochschule bedeutet das konkret: Steigende Gehälter müssen nicht aus einem unveränderten Budget aufgefangen werden. Das ermöglicht eine verlässliche Personalplanung und sichert die wissenschaftliche Arbeit.
Wer die Finanzierung der CAU bewerten will, muss auch das Gesamtbild betrachten: das Globalbudget aus Landesmitteln, die Gelder aus dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre – die hälftig von Bund und Land getragen werden – und den zusätzlichen Tarif- und Besoldungsausgleich durch das Land. Nach der vorliegenden Haushaltsplanung stehen der CAU damit 2027 insgesamt nicht weniger Mittel zur Verfügung. Von Kürzungen kann also einfach keine Rede sein!
Natürlich bleibt der Kostendruck durch die allgemeine Inflation eine Herausforderung. Und natürlich können erheblich finanzstärkere Bundesländer wie Bayern oder Baden- Württemberg ihre Hochschulen auf einem anderen Niveau finanzieren als wir. Das betrifft aber nahezu alle Politikfelder.
Besonders sichtbar wird das Engagement des Landes auch beim Campus: Mehr als 1,1 Milliarden Euro wurden in den vergangenen fünf Jahren für Bauprojekte an der


Seite 2/4
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de CAU investiert beziehungsweise zugesagt. Dahinter stehen Gebäude, in denen Forschung und Lehre für die kommenden Jahrzehnte stattfinden können. Gute Gebäude sorgen auch für bessere Arbeitsbedingungen. Der Sanierungsbedarf ist natürlich bei weitem nicht vollständig abgearbeitet. Aber wir haben Investitionen in einer Größenordnung auf den Weg gebracht, die den Campus nachhaltig verbessern. Wer mehr moderne Forschungsbedingungen fordert, sollte anerkennen, was hier bereits geleistet wird.
Lieber Kollege Vogt, Sie schreiben zur ausgebliebenen Auszeichnung: „Die Schuld dafür liegt bei der Landesregierung.“
Elf Universitäten und Verbünde konkurrieren um fünf neue Förderplätze. Internationale Fachleute bewerten wissenschaftliche Leistungen, institutionelle Strategien und Entwicklungspotenziale. Und die FDP kennt anschließend sofort die eine Ursache: Die Landesregierung sei schuld. Für eine wissenschaftspolitische Debatte ist mir das entschieden zu wenig Wissenschaft und zu viel vorgefertigtes Urteil.
Die Entscheidung fiel in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren. Daraus lässt sich eine pauschale und monokausale Schuldzuweisung nicht ableiten. Den Vorwurf des politischen Versagens weisen wir deshalb entschieden zurück.
Wir übernehmen Verantwortung für gute Rahmenbedingungen. Wir finanzieren, investieren und unterstützen. Eine Garantie für die Entscheidung einer wissenschaftlichen Auswahlkommission kann allerdings keine Landesregierung geben.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Aufgabe ist jetzt, die nächsten Schritte gemeinsam mit der Universität zu gehen.
Die Bewerbung hat die strategische Entwicklung der CAU vorangebracht. Ihre Ausrichtung auf den Ostseeraum knüpft an die besondere geografische Lage und gewachsene internationale Partnerschaften an. In der Meeresforschung und der Medizin besitzt die CAU Kompetenzen, mit denen sie auch künftig international erfolgreich sein kann.
Jetzt gilt es, die Rückmeldungen aus dem Exzellenzverfahren sorgfältig auszuwerten und zu entscheiden, welche Vorhaben auch ohne die erhoffte Förderung umgesetzt werden können.
Dem designierten Präsidenten Michal Kucera wünsche ich für die kommenden Aufgaben einen guten Start. Er kann auf einer Universität aufbauen, die wissenschaftlich viel zu bieten hat – und auf eine Koalition zählen, die die Ambitionen der Universität unterstützt.
Unser Ziel bleibt eine international erfolgreiche CAU, die ihre Stärken weiter ausbaut und beim nächsten Anlauf überzeugt. Dazu gehört, aus diesem Rückschlag zu lernen und neue Schritte zu wagen. Die Menschen an unserer Universität sollen wissen: Wir


Seite 3/4
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de trauen ihnen das zu. Und wir unterstützen sie dabei mit unseren Entscheidungen und unseren Investitionen. Wer Innovation will, muss Mut unterstützen – auch nach einer Enttäuschung. Mit diesem Zutrauen gehen wir gemeinsam mit der CAU weiter. Vielen Dank.



Seite 4/4
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen