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08.10.26 , 17:11 Uhr
CDU

Rasmus Vöge: TOP 25: Wir wollen die Mobilität in Schleswig-Holstein Schritt für Schritt verbessern

Mobilität | 08.10.2026 | Nr. 328/26
Rasmus Vöge: TOP 25: Wir wollen die Mobilität in Schleswig-Holstein Schritt für Schritt verbessern Es gilt das gesprochene Wort!
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren,
heute sprechen wir über die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs in Schleswig-Holstein und dabei geht es um eine ganz entscheidende Frage:
Wie sorgen wir dafür, dass die Menschen in unserem Land zuverlässig, bezahlbar und möglichst unabhängig vom eigenen Auto mobil sein können – in der Stadt genauso wie auf dem Land?
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPD, wir alle teilen das Ziel, den öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein weiter zu verbessern. Aber wir unterscheiden uns in der Frage, wie wir dieses Ziel erreichen wollen.
Sie wollen landesweit Mindeststandards für den ÖPNV festlegen. Das klingt zunächst gut. Aber wir müssen uns doch fragen: Was nützt uns ein Mindeststandard auf dem Papier, wenn er vor Ort nicht bedarfsgerecht umgesetzt oder dauerhaft finanziert werden kann?
Wir als CDU sagen deshalb gemeinsam mit unserem Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen: Wir wollen verlässliche Mobilität, aber keine starren Vorgaben aus Kiel.
Wir wollen gemeinsam mit den Kommunen bedarfsgerechte Standards entwickeln und daraus einen tragfähigen Mobilitätspakt für Schleswig-Holstein gestalten. Die Mobilitätsbedürfnisse in Kiel oder Lübeck sind andere als in Nordfriesland, Dithmarschen oder im Herzogtum Lauenburg. Entscheidend ist doch nicht, dass überall das gleiche Angebot besteht. Entscheidend ist, dass die Menschen dort mobil sein können, wo sie leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten.
Das ist unser Anspruch an einen modernen öffentlichen Nahverkehr. Und ich sage auch vor dem Hintergrund der Landesfinanzen ist es anspruchsvoll, das umzusetzen.
Meine Damen und Herren, wie wir diesem Anspruch gerade im ländlichen Raum näherkommen können, das zeigt uns ein ganz konkretes Projekt aus Schleswig-

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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Holstein: SMILE24 in der Schleiregion. Mit SMILE24 wurden umfassende Erfahrungen mit einem deutlich erweiterten und flexibleren öffentlichen Mobilitätsangebot im ländlichen Raum gesammelt. Und genau diese Erfahrungen wollen wir nutzen. Denn SMILE24 zeigt, welche neuen Möglichkeiten entstehen, wenn wir unterschiedliche Mobilitätsangebote intelligent miteinander kombinieren.
Nicht jede Gemeinde braucht die gleiche Buslinie im gleichen Takt. Aber jede Region braucht ein Mobilitätsangebot, das zu ihr passt. Und genau darin liegt für uns die entscheidende Erkenntnis. Denn gute Verkehrspolitik bedeutet nicht, überall dieselbe Lösung vorzuschreiben.
Gute Verkehrspolitik bedeutet, aus praktischen Erfahrungen zu lernen und erfolgreiche Ansätze auf andere Regionen zu übertragen – angepasst an die jeweiligen örtlichen Bedingungen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, damit komme ich zu einem weiteren entscheidenden Punkt:
Wir brauchen unsere Kommunen als Partner. Unsere Kreise, Städte und Gemeinden kennen die Mobilitätsbedürfnisse vor Ort. Sie wissen, wo Verbindungen fehlen, wo zusätzliche Angebote gebraucht werden und welche Lösungen tatsächlich funktionieren können. Deshalb wollen wir nicht über die Köpfe der Kommunen hinweg entscheiden. Wir wollen gemeinsam mit ihnen Standards entwickeln, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren.
Und wir wollen auf dieser Grundlage einen Mobilitätspakt erarbeiten, der Verlässlichkeit schafft und gleichzeitig genügend Flexibilität für regionale Lösungen lässt.
Dabei dürfen wir eine Frage nicht ausblenden: die Finanzierung.
Zusätzliche Busverbindungen, dichtere Takte, flexible Bedienformen und moderne Fahrzeuge kosten Geld. Und wir wissen alle, dass die finanziellen Spielräume begrenzt sind – beim Land ebenso wie bei den Kommunen. Mir persönlich ist es ganz wichtig: Wir dürfen nicht Erwartungen wecken, die am Ende vor Ort nicht erfüllt werden können.
Unser Ansatz ist deshalb klar: Wir wollen die Mobilität in Schleswig-Holstein Schritt für Schritt verbessern. Wir wollen den klassischen Linienverkehr, Taktverdichtungen, On- Demand-Angebote und weitere Mobilitätsformen sinnvoll miteinander verbinden.
Und wer immer behauptet, es hätte sich in den letzten Jahren im ÖPNV nichts getan, der verkennt die Realitäten und die Entwicklungen, die in den vergangenen Jahren stattgefunden haben.
Wir wollen Mobilität, die bei den Menschen ankommt. Deshalb bitte ich Sie um Zustimmung zu unserem Alternativantrag.



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