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09.10.26 , 13:31 Uhr
FDP

Anne Riecke zu TOP 32 "Mittelstand stärken und Ausbildungsqualität sichern"

09.10.2026 | Wirtschaft
Anne Riecke zu TOP 32 "Mittelstand stärken und Ausbildungsqualität sichern" In ihrer Rede zu TOP 32 (Mittelstand stärken und Ausbildungsqualität sichern: Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) zukunftsfest finanzieren) erklärt die Abgeordnete der FDP- Landtagsfraktion, Anne Riecke:
“‘Mittelstand stärken und Ausbildungsqualität sichern‘ – dieser Titel bringt eigentlich sehr gut auf den Punkt, worum es heute geht. Unser Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Und gerade unser Handwerk leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, dass wir auch morgen noch genügend gut ausgebildete Fachkräfte haben. Dafür möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich Danke sagen.
Denn unsere Handwerksbetriebe bilden junge Menschen aus, übernehmen Verantwortung und investieren damit in die Zukunft ihres eigenen Betriebes, aber auch in die Zukunft unseres Landes. Gerade kleinere und spezialisierte Betriebe können dabei nicht alle Ausbildungsinhalte selbst vermitteln. Deshalb ist die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) so wichtig. Sie ergänzt die Ausbildung im Betrieb und die Berufsschule und stellt sicher, dass Auszubildende eine umfassende und qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten. Und genau deshalb ist die ÜLU auch eine Frage der Mittelstandspolitik. Wenn wir unseren Mittelstand stärken wollen, dann müssen wir auch diejenigen unterstützen, die ausbilden. Die Betriebe leisten ihren Beitrag. Die Kammern leisten ihren Beitrag. Und deshalb muss auch das Land seinen Beitrag leisten.
Im Jahr 2025 haben Betriebe und Kammern rund 42 Prozent der Kosten getragen. Das Land hat 35 Prozent übernommen, der Bund 23 Prozent. Das zeigt sehr deutlich: Die Ausbildungsbetriebe übernehmen bereits einen großen Teil der Verantwortung. Deshalb kann sich das Land bei dieser Aufgabe nicht zurückziehen. Wir brauchen eine verlässliche Partnerschaft zwischen Betrieben, Kammern, Bund und Land. Dabei geht es nicht darum, einfach jedes Jahr mehr Geld zu fordern. Natürlich müssen wir auch bei öffentlichen Mitteln darauf achten, dass sie sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden.
Aber eines muss klar sein: Wenn die Kosten steigen und wir gleichzeitig von unseren Betrieben erwarten, dass sie weiterhin qualifiziert ausbilden, dann muss das Land seinen Anteil an dieser gemeinsamen Aufgabe ebenfalls verlässlich leisten. Denn Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. Das gilt gerade für die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Sie müssen modern und zukunftsfähig sein, damit dort auch Digitalisierung, neue Technologien und neue Ausbildungsinhalte vermittelt werden können. Und wir müssen die ÜLU auch in der Fläche erhalten. Gerade in Schleswig-Holstein dürfen Auszubildende im ländlichen Raum nicht schlechtere Bedingungen haben. Dazu gehören auch ausreichende und bezahlbare Möglichkeiten zur Unterbringung während der Lehrgänge.
Deshalb geht es heute um mehr als um eine einzelne Förderposition. Es geht um Wertschätzung für das Handwerk. Es geht um die Frage, ob wir unseren Ausbildungsbetrieben den Rücken stärken. Und es geht darum, ob wir bereit sind, gemeinsam Verantwortung für die Fachkräfte von morgen zu übernehmen. Die Botschaft sollte deshalb klar sein: Wer den Mittelstand stärken will, muss auch die Ausbildungsbetriebe stärken. Wer Fachkräfte will, muss Ausbildung ermöglichen. Und wer eine starke duale Ausbildung will, darf das Land nicht aus seiner Verantwortung entlassen. Betriebe, Kammern, Bund und Land – jeder leistet seinen Teil. Gemeinsam sind wir stark. Und gemeinsam sichern wir die Zukunft unseres Handwerks und unseres Mittelstandes.“
Sperrfrist Redebeginn!
Es gilt das gesprochene Wort.



Anne Riecke Abgeordnete


Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin
Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de



FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de

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