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09.10.26 , 13:45 Uhr
CDU

Dagmar Hildebrand: Rede zu Protokoll: TOP 46: Familienzentren sind dort, wo Familien Unterstützung brauchen

Familienpolitik | 09.10.2026 | Nr. 335/26
Dagmar Hildebrand: Rede zu Protokoll: TOP 46: Familienzentren sind dort, wo Familien Unterstützung brauchen Rede zu Protokoll gegeben!
Der uns vorliegende Bericht über die Familienzentren zeigt uns vor allem: Familienzentren sind dort, wo Familien Unterstützung brauchen. Sie beraten Eltern, bieten Familienbildung an, schaffen Begegnung und vermitteln Hilfe, niedrigschwellig und vor Ort.
Über 140 Familienzentren gibt es inzwischen in Schleswig-Holstein. Sie sind damit eine wichtige Säule der präventiven, niedrigschwelligen Familienunterstützung. Und deshalb möchte ich heute einen Punkt besonders hervorheben: den Zugang zu frühkindlicher Bildung.
Mit unserem Landesprogramm „Kita für Alle“ werden wir eine Zugangslücke im Bereich der frühkindlichen Bildung schließen. Die Betreuungsquote der drei- bis sechsjährigen Kinder liegt in Schleswig-Holstein bei rund 92 Prozent.
Doch der Blick auf einzelne Gruppen zeigt: Nicht alle Kinder werden gleichermaßen erreicht. Die Betreuungsquote der Kinder mit Migrationsgeschichte fällt mit nur rund 60 Prozent deutlich geringer aus. Die Kinder ohne Migrationsgeschichte besuchen in dieser Altersgruppe nahezu vollständig eine Kindertageseinrichtung. Auch Kinder aus bildungsfernen Familien werden spürbar seltener in einer Kindertageseinrichtung betreut.
Dementsprechend wollen wir mit dem Programm „Kita für Alle“ den Zugang vor allem für diese Zielgruppen verbessern und die Betreuungsquote der drei- bis sechsjährigen Kinder möglichst innerhalb der kommenden fünf Jahre auf mindestens 95 Prozent zu erhöhen.
Dazu müssen wir Zugänge erleichtern und komplizierte Anmeldeprozesse vereinfachen. Das geschieht im förderrechtlichen Rahmen der sogenannten


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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de „Richtlinie zur Förderung von Familienzentren und Maßnahmen zur Erleichterung der Zugänge in Kindertageseinrichtungen insbesondere für Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte sowie Kinder aus bildungsfernen Familien“. Diese Richtlinie ist am 1. Mai 2026 in Kraft getreten und bis zum 31. Dezember 2030 befristet.
Damit die Umsetzung erfolgreich gelingen kann, stehen den örtlichen Trägen zusätzlich zur Grundförderung von rund 5,5 Millionen Euro jährlich rund 3 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 400.000 Euro fließen in Maßnahmen, die den Zugang zu KiTas erleichtern. Insgesamt sind das rund 8,9 Millionen Euro jährlich für diese wichtige Arbeit. Das ist eine Investition in Kinder und Familien.
Denn frühkindliche Bildung ist nicht nur Betreuung. Sie ist Bildung. Sie ist Sprachförderung. Sie ist soziale Teilhabe. Und sie schafft Chancen. Gerade Sprache ist dabei entscheidend. Wenn ein Kind erst mit dem Schuleintritt mit der deutschen Sprache in Kontakt kommt, obwohl es bereits seit Jahren in Deutschland lebt, startet es mit einem erheblichen Nachteil.
Es geht dann nicht nur darum, dem Unterricht folgen zu können. Es geht um Freundschaften, Selbstvertrauen, Beteiligung und darum, von Anfang an dazugehören zu können.
Und gleichzeitig dürfen wir diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die diese Arbeit jeden Tag leisten. Der Bericht zeigt nämlich auch: Die finanzielle Ausstattung und die fehlende Planungssicherheit werden von vielen Familienzentren als erhebliche Belastung wahrgenommen. Hinzu kommen Bürokratie und die zunehmenden Belastungen, mit denen Familien konfrontiert sind. Auch das müssen wir ernst nehmen.
Vor diesem Hintergrund ist es gut und wichtig, dass die Landesregierung die dargelegten Bedarfe und Herausforderungen weiterhin intensiv begleitet und die Herausforderungen erkennt. Das wird auch weiterhin geschehen.
Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den über 140 Familienzentren im Land, die sich verantwortungsvoll für die Kinder und Familien einsetzen und dies auch in Zukunft tun werden.



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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de

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