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Christian Dirschauer: 30 Jahre ECMI - Friedliches Zusammenleben ist keine Selbstverständlichkeit
PressemitteilungNr. 284/2026 Kiel, 27.10.2026Pressesprecher Per Dittrich Tel. 01520-161 227630 Jahre ECMI: Friedliches Zusammenleben ist keine Selbstverständlichkeit Zum 30-jährigen Bestehen des European Centre for Minority Issues (ECMI) in Flensburg erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:„Was heute im deutsch-dänischen Grenzland selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Verständigung und politischer Arbeit. Aus einer Region, in der nationale Gegensätze einst das Zusammenleben bestimmten, ist eine Region geworden, in der Minderheiten und Mehrheitsbevölkerung gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Diese Erfahrung ist ein Schatz, von dem ganz Europa profitieren kann. Seit drei Jahrzehnten trägt das ECMI diese Erfahrung in die Welt. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und seiner internationalen Beratung leistet das Institut einen wichtigen Beitrag zum Schutz nationaler Minderheiten und zur friedlichen Lösung von Konflikten. Dazu gratuliere ich dem gesamten Team sehr herzlich. Gerade in einer Zeit, in der Nationalismus wieder an Boden gewinnt und Minderheitenrechte in vielen Teilen Europas unter Druck geraten, ist diese Arbeit von unschätzbarem Wert. Unser Grenzland zeigt, dass selbst tief verwurzelte Gegensätze überwunden werden können. Allerdings braucht es dafür politischen Willen, gegenseitigen Respekt und verlässliche Rechte. Das ECMI ist deshalb weit mehr als ein Forschungsinstitut. Es ist ein wichtiger Teil unserer grenzüberschreitenden Identität und zugleich eine Stimme für Minderheiten in ganz Europa. Diese Stimme muss auch in Zukunft aus Flensburg zu hören sein. Dafür braucht 2das Institut die dauerhafte Unterstützung seiner drei Stifter Deutschland, Dänemark und Schleswig-Holstein. 30 Jahre ECMI sind ein Grund zum Feiern. Und eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, wie fragil das friedliche Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten in Europa und der Welt sein kann. Genau deshalb braucht es Institutionen wie das ECMI.“