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05.11.26 , 10:47 Uhr
SSW

Sybilla Nitsch zur Bahnverbindung nach Dänemark: Madsen ohne Züge und ohne Plan

Pressemitteilung
Nr. 296/2026 Kiel, 05.11.2026
Pressesprecher Per Dittrich Tel. 01520-161 2276

Bahnverbindung nach Dänemark: Madsen ohne Züge und ohne Plan Die Landesregierung hat keine geeigneten Ersatzzüge für die Verbindung zwischen Flensburg und Dänemark und rechnet mit einer weiteren Verlängerung des Busverkehrs. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SSW-Landtagsfraktion hervor. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
„Die Landesregierung bestätigt uns jetzt schwarz auf weiß, dass sie keine geeigneten Ersatzzüge für die Verbindung nach Dänemark hat und eine Nachrüstung vorhandener Fahrzeuge praktisch ausschließt. Stattdessen sollen die Menschen im Grenzland auf unbestimmte Zeit weiter Bus fahren. Wann endlich wieder Züge zwischen Flensburg und Dänemark verkehren, kann uns offenbar niemand sagen. Das ist ein Armutszeugnis für ein Land, das sich die deutsch-dänische Zusammenarbeit so groß auf die Fahnen schreibt. Dabei hat der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Region Nord, Martin Walden, gestern im Wirtschaftsausschuss auf meine Nachfrage erklärt, dass eine Verlängerung der RE72 nach Dänemark infrastrukturell möglich wäre. Sie müsste allerdings bestellt und finanziert werden. Da frage ich mich schon: Hat Verkehrsminister Madsen diese konkrete Möglichkeit überhaupt prüfen lassen? Und wenn ja, warum erfahren wir davon nichts in seiner Antwort auf unsere Kleine Anfrage? Natürlich müssen auch die technischen und zulassungsrechtlichen Voraussetzungen geklärt werden. Aber genau dafür haben wir einen Verkehrsminister. Ich erwarte, dass er mögliche Lösungen ernsthaft untersucht, statt uns nur zu erklären, warum etwas nicht geht. 2
Und noch etwas wirft Fragen auf: Wie aus der Antwort der Landesregierung hervorgeht, wurde die NAH.SH bereits Ende September darüber informiert, dass die neuen Alstom- Züge nicht rechtzeitig kommen. Die Öffentlichkeit erfuhr davon aber erst am 20. Oktober. Warum hat das so lange gedauert? Dänemark ist einer unserer wichtigsten Partner in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Kultur. Aber ausgerechnet die Schienenverbindung über Flensburg wird immer schlechter. Wer nach Aarhus oder Kopenhagen reisen will, muss schon heute mehrere Umstiege in Kauf nehmen. Selbst für den Abschluss der anstehenden Infrastrukturmaßnahmen konnte die Deutsche Bahn im Wirtschaftsausschuss keinen verbindlichen Termin nennen. Es kann doch nicht angehen, dass wir die deutsch-dänische Zusammenarbeit immer weiter ausbauen wollen, während die Menschen bei der Bahnverbindung über die Grenze auf unbestimmte Zeit vertröstet werden. Wir haben deshalb ein verbindliches Übergangskonzept bis spätestens Februar 2027 beantragt. Madsen muss endlich offenlegen, welche Alternativen tatsächlich geprüft wurden, welche Möglichkeiten noch bestehen und wann Flensburg wieder eine vernünftige Schienenanbindung nach Dänemark bekommt. Das Grenzland braucht Lösungen statt immer neuer Vertröstungen.“
Die kleine Anfrage samt Antwort der Landesregierung kann hier heruntergeladen werden.

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