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05.11.26 , 14:59 Uhr
FDP

Heiner Garg: Bund muss seine Scheuklappen endlich absetzen und die Notfallerstversorgung auf den Inseln und Halligen ernst nehmen

05.11.2026 | Gesundheit Heiner Garg: Bund muss seine Scheuklappen endlich absetzen und die Notfallerstversorgung auf den Inseln und Halligen ernst nehmen Zur heutigen Beratung des Berichtsantrag der FDP-Fraktion über die künftige Versorgung auf den Inseln und Halligen im Sozialausschuss erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: 
„Der Bund muss seine Scheuklappen endlich absetzen und die Notfallerstversorgung auf den Inseln und Halligen ernst nehmen. Die geografischen Besonderheiten unserer Inseln und Halligen bei der Krankenhausreform weiter zu ignorieren, ist grob fahrlässig. Die Folgen muss jetzt das Land ausbaden. Insbesondere für Föhr, Amrum und Helgoland brauchen wir Lösungen, die auch funktionieren, wenn Stürme eine Verlegung auf das Festland verzögern oder ganz verhindern.
Die Schlüsselfrage ist weiterhin nicht hinreichend beantwortet: Wie wird die chirurgische Notfallerstversorgung künftig sichergestellt? Es ist festzuhalten, das geringe Fallzahlen kein Versorgungskonzept ersetzen. Wenn auch selten, müssen auch chirurgische Notfälle verlässlich erstversorgt werden können. Es muss daher zeitnah geklärt werden, wer die chirurgische Erstversorgung übernimmt und wie sie personell abgesichert wird. Dafür müssen die niedergelassenen Ärzte, die Kassenärztliche Vereinigung und der Rettungsdienst frühzeitig in die Entwicklung tragfähiger Versorgungskonzepte einbezogen werden.
Die von der Landesregierung angekündigte Initiative über die Gesundheitsministerkonferenz ist richtig. Die Landesregierung muss sich in den Beratungen zwischen Bund und Ländern mit aller Vehemenz für die besonderen Versorgungsbedarfe unserer Inseln und Halligen einsetzen und Verbündete gewinnen. Eine Erweiterung des Zuschlagskatalogs für sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen gehört jetzt auf den Tisch. Wenn der Bund das Reformpaket nicht erneut öffnen will, müssen eben pragmatische Wege gefunden werden. Die Notfallerstversorgung muss auch nach der Umstrukturierung funktionieren.“



Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa


Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin
Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de



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