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8. März 2019 – Top 26: Energieforschung

Albrecht will „Pole-Position“ im Klimaschutz ausbauen

Wie steht es um die Energieforschung im Land und um die Zusammenarbeit zwischen den norddeutschen Ländern? Gut, findet Energiewendeminister Albrecht. Er sieht aber noch großes Entwicklungspotential.

Stromnetz Gasnetz Strommast
In Schleswig-Holstein haben sich insgesamt 15 Kompetenzzentren und Großprojekte der Energieforschung verschrieben. Foto: dpa, Patrick Pleul

Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) will Schleswig-Holsteins „Pole-Position“ im Klimaschutz behaupten und wenn möglich weiter ausbauen. Angesichts vieler „marktreifer Ideen und großer Forschungs- und Entwicklungspotentiale“ könne das Land Antworten auf Fragstellungen im Bereich der europäischen Energiewende geben, betonte der Minister in einem von der Jamaika-Koalition beantragten Bericht.

Als wichtige Forschungsthemen nannte der Minister die Sektorenkopplung und die Speicherung erneuerbarer Energie. Um auf diesen und anderen Feldern voranzukommen, würden Energiewendeministerium, Wirtschaftsministerium eng zusammenarbeiten. Aktuell, erklärte Albrecht, könnten beim Land Fördergelder für Forschungsprojekte beantragt werden. Schleswig-Holstein habe für solche Vorhaben fünf  Millionen Euro von der EU bekommen. Hinzu kämen nochmal 2,5 Millionen aus Landesmitteln.

Parlament erkennt Anstrengungen an

Mit Ausnahme der AfD, die die Abkehr von der Kernforschung kritisierte, begrüßten alle Fraktionen in der Aussprache zu dem Bericht des Ministers die Anstrengungen der Landesregierung und lobten die Vielfalt der Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Zukunft der Energiegewinnung werde genau von dieser Vielfalt geprägt sein, hieß es.

Weitere Hauptredner:
Andreas Hein (CDU), Sandra Redmann (SPD), Bernd Voß (Grüne), Oliver Kumbartzky (FDP), Jörg Nobis (AfD), Flemming Meyer (SSW)

Auf Antrag der Jamaika-Koalition wird Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) im Parlament über die Energieforschung in Schleswig-Holstein und die Kooperation mit den norddeutschen Ländern auf diesem Gebiet berichten. Laut einer Broschüre der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH gibt es im Land zwischen den Meeren Stand April 2018 mehr als 150 Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Insgesamt 15 Kompetenzzentren und Großprojekte haben sich der Energieforschung verschrieben. Zudem bieten die Hochschulen des Landes 29 Studiengänge mit Energiebezug an.

„Smart Grids“ im Fokus

2017 hatte Hamburg im Rahmen der Norddeutschen Wissenschaftskonferenz einen Workshop zum Thema „Norddeutsche Energieforschung“ veranstaltet. Ziel war es, norddeutsche Forschungsbedarfe ausfindig zu machen, um die Energieversorgung ökonomisch und ökologisch langfristig zu sichern. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer, in welcher Form Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zum Energieforschungsförderprogramm des Bundes beitragen können. Der Workshop legte besonderes Gewicht auf die Forschung zur Windenergie sowie auf die sogenannten „Smart Grids“. Dieser Begriff (engl. „smart“ = clever, „grid“ = Netz) bezeichnet intelligente Netze, die es erlauben, Stromerzeugung und Stromspeicherung dem Verbrauch anzupassen.

(Stand: 1. März 2019)

Vorherige Debatten zum Thema:

Dezember 2017
November 2017

Antrag

Mündlicher Bericht zur Energieforschung
Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP – Drucksache 19/1312