Ein eigens von den Jugendlichen auf die Beine gestelltes Presseteam wird an diesem Wochenende über alle drei Tage hinweg kontinuierlich von den Beratungen auf Instagram posten: über die Vorbereitungsrunde am heutigen Freitag, die Ausschuss- beziehungsweise Arbeitskreisberatungen am Sonnabend sowie über die große Plenardebatte am Sonntag, wenn über die Anträge abgestimmt wird. Mitarbeiter des Referats für Öffentlichkeitsarbeit des Landtages und des Offenen Kanals werden das Presseteam fachkundig unterstützen. Der Instagram-Account: @jugendimlandtag_sh
„Jugend im Landtag“: Der Name ist altbewährtes Programm. Die politisch interessierten Jugendlichen treffen sich bereits zum 32. Mal im Landeshaus, diskutieren ihre gesellschaftspolitischen Anliegen und Sichtweise und versuchen diese – ganz im parlamentarisch-demokratischen Stil – auf einen Nenner zu bringen. So ist „Jugend im Landtag“ zu eine der größten Veranstaltungen zur politischen Willensbildung im Land geworden.
Jeder kann sich bewerben
Bis Sonntag beleuchten 100 Schüler und Auszubildende im Alter von 16 bis 21 Jahren aus ganz Schleswig-Holstein wieder ihre Interessen. Am Schlusstag werden die Jugendlichen nach intensiven Diskussionen schließlich einen Forderungskatalog an die Landes- und Bundespolitik beschließen.
Die jungen Nachwuchsparlamentarier kommen laut der Geschäftsordnung nicht nur aus den Mitgliedsverbänden des Landesjugendrings und von allgemein- und berufsbildenden Schulen, die eine festgesetzte Anzahl an Teilnehmern benennen dürfen. Viele Teilnehmer sind „ungebunden“, bewerben kann sich jeder Jugendliche im Land. Das sorgt für eine bunte Mischung und eine große Meinungsvielfalt im Jugendplenum.
„Echte“ Landtagsabgeordnete beraten
In diesem Jahr liegen 73 Anträge vor. So wird etwa ein bedingungsloses steuerfreies Grundeinkommen von 500 Euro für junge Leute zwischen 16 und 27 Jahre gefordert oder ein mit 20.000 Euro gefülltes „Chancenkonto“ für jeden Berufseinsteiger, das zeitlebens für Weiter- und Fortbildungen genutzt werden kann.
Natürlich stehen auch in diesem Jahr wieder viele Schulthemen im Mittelpunkt des Interesses. Drei aktuelle Beispiele: Auf Nachhilfeunterricht soll eine Steuerermäßigung gewährt werden, und ein Antrag fordert dazu auf, an Schleswig-Holsteins Gymnasien statt Französisch verstärkt die dänische Sprache zu unterrichten. Außerdem sollen, so eine weitere Forderung, Noten in Sport und in kreativen Fächern weitestgehend durch Teilnahmebescheinigungen ersetzt werden. Bei den Beratungen stehen den Jugendlichen „echte“ Landtagsabgeordnete beiseite.