Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

27. Februar 2020 – Diskussions­veranstaltung zu China

„Was China geleistet hat, ist beispiellos“

Landtagspräsident Klaus Schlie ruft dazu auf, China verstärkt in den Schulen zu thematisieren. Denn: Schleswig-Holstein könne von der Zusammenarbeit mit dem Reich der Mitte „erheblich“ profitieren.

 Landtagspräsident Klaus Schlie hält ein Grußwort auf der China-Veranstaltung im fast vollbesetzten Schleswig-Holstein-Saal.
Das Grußwort des Landtagspräsidenten findet mediales Interesse.
© Foto: Landtag

„Was China in den vergangenen drei Jahrzehnten seiner Entwicklung geleistet hat, ist beispiellos. Diese Realität müssen wir anerkennen, wenn wir Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner mithalten und nicht abgehängt werden wollen.“ Mit diesen Worten hat Landtagspräsident Klaus Schlie dazu aufgerufen, die wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Chinas in den schleswig-holsteinischen Schulen stärker zu thematisieren und mehr Sprachunterricht anzubieten. Schlie sprach auf einer gemeinsamen Veranstaltung des Bildungsministeriums und des Chinazentrums der Kieler Universität im Landeshaus.

Der Präsident war von den Veranstaltern gebeten worden, als Schirmherr den Expertenaustausch zu begleiten. Thema der Veranstaltung ist der anvisierte Ausbau der Chinakompetenz in Schleswig-Holstein. Er klammerte in seinem Grußwort auch Menschenrechtsverletzungen und Überwachung in China nicht aus. „Aber“, so Schlie, „wer nur Kritik übt, der verkennt eine wichtige Tatsache: Chinas starke und stets wachsende Position als Weltmacht lässt sich nicht leugnen“. Darum sei es wichtig, dass es in Schleswig-Holstein ausreichend Experten gebe, „die unsere chinesischen Partner, ihre Mentalität, ihr Handeln verstehen“. Zurzeit gebe es hier noch großen Nachholbedarf. „Und wo lässt sich am besten der Grundstein für Expertenwissen legen, wenn nicht in der Schule?“, so Schlie.

Partnerschaft mit der Provinz Zhejiang

Landtagspräsident Schlie hatte bereits an zwei Delegationsreisen nach China teilgenommen, zuletzt im September 2018 mit Ministerpräsident Daniel Günther. Auch der Ältestenrat war bereits zweimal (2002 und 2005) im Reich der Mitte. Das Interesse  Schleswig-Holsteins gilt insbesondere der chinesischen Provinz Zhejiang. Denn: Seit 1986 besteht eine zwischen Schleswig-Holstein und Zhejiang eine Partnerschaft, die sich im weesentlich auf die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur stützt.

Feste Programmpunkte dieser Partnerschaft in Schleswig-Holstein sind sogenannte Study Tours für chinesische Fach- und Führungskräfte. In den Jahren zwischen 1987 und 2018 wurden über 400 Personen aus der Zhejiang Provinz durch 30 Fortbildungsmaßnahmen zu bestimmten Themen in Schleswig-Holstein fortgebildet. Zudem ist ist die Partnerschaft geprägt von regelmäßigen Treffen beziehungsweise protokollarischen Besuchen. Zuletzt war eine Delegation des Provinzvolkskongresses der Partnerprovinz Zhejiang im Mai letzten Jahres zu Besuch in Kiel.

Mehr zu der heutigen Veranstaltung:
Pressemitteilung der Landesregierung