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3. September 2026 – Bundeswehr

Feierliches Gelöbnis auf dem Husumer Marktplatz

Rund 300 Rekrutinnen und Rekruten sind in Husum zu einem öffentlichen Gelöbnis angetreten. Landtagspräsidentin Kristina Herbst würdigt ihre Entscheidung, Verantwortung für Freiheit und Demokratie zu übernehmen.

Einzug der Soldatinnen und Soldaten beim öffentlichen Gelöbnis in Husum
Verpflichten sich, Recht und Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen: Rekrutinnen und Rekruten beim öffentlichen Gelöbnis in Husum.
© Foto: Landtag, Frank Platthoff

Soldatinnen und Soldaten des Gelöbnisverbunds „Westküste“ sind gestern (2. September) auf dem Husumer Marktplatz zu einem Feierlichen Gelöbnis zusammengekommen. Der Verbund setzt sich aus Angehörigen des Spezialpionierregiments 164 „Nordfriesland“ aus Husum, der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen und des Ausbildungszentrums Cyber- und Informationsraum in Flensburg zusammen. Rund 300 Rekrutinnen und Rekruten nahmen an der Zeremonie teil. In Ihrem Grußwort stellte Landtagspräsidentin Kristina Herbst die gemeinsame Verantwortung der Soldatinnen und Soldaten für die Sicherheit des Landes heraus.

„Sie haben sich dabei in einer Zeit für Ihren Dienst bei der Bundeswehr entschieden, die besonders hohe Ansprüche an Ihre Bereitschaft stellt, Ihr Handeln in den Dienst der Freiheit und der Demokratie zu stellen“, sagte Herbst. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und zunehmende hybride Bedrohungen hätten die Sicherheitslage grundlegend verändert – auch unmittelbar vor der Haustür Schleswig-Holsteins. Die Soldatinnen und Soldaten träten für „Demokratie, Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte“ und damit für die tragenden Werte der Gesellschaft ein. Herbst dankte zudem den Familien und Freunden, die sie auf ihrem Weg begleiten und unterstützen.

Landtagspräsidentin Kristina Herbst beim Abschreiten der Front im Rahmen des öffentlichen Gelöbnisses in Husum
Landtagspräsidentin Kristina Herbst beim Abschreiten der Front im Rahmen des öffentlichen Gelöbnisses in Husum.
Foto: Landtag, Frank Platthoff

Bundeswehr in der Mitte der Gesellschaft

Für das Gelöbnis hatte das Spezialpionierregiment bewusst einen öffentlichen Ort gewählt. Oberst Hans-Martin Gieseler, Kommandeur des Regiments, hatte im Vorfeld betont, den Rekrutinnen und Rekruten und ihren Angehörigen damit eine besondere Zeremonie ermöglichen und zugleich die Bundeswehr stärker in der Mitte der Gesellschaft verankern zu wollen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Marinemusikkorps Kiel.

Gelöbnis und Diensteid

Ob Soldatinnen und Soldaten geloben oder schwören, hängt von ihrem Dienstverhältnis ab: Freiwillig Wehrdienstleistende legen das Feierliche Gelöbnis ab und beginnen die Verpflichtungsformel mit „Ich gelobe“, Berufs- sowie Zeitsoldatinnen und -soldaten leisten einen Diensteid mit den Worten „Ich schwöre“. Der weitere Wortlaut ist gleich: Sie verpflichten sich, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und Recht und Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Beim Diensteid kann zusätzlich die religiöse Beteuerung „so wahr mir Gott helfe“ gesprochen werden.