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14.06.23
12:36 Uhr
SPD

Beate Raudies zu TOP 4: Die Landesregierung tut zu wenig für unsere Feuerwehren

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 1305 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!

Hinweis: Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden: http://www.landtag.ltsh.de/aktuelles/mediathek

LANDTAGSREDE – 14. Juni 2023
Beate Raudies: Die Landesregierung tut zu wenig für unsere Feuerwehren TOP 4: Entwurf eines Gesetzes über den Brandschutz und die Hilfeleistung der Feuerwehren (Drs. 20/706, 20/1017)
„Mehr als 50.000 Feuerwehrleute sorgen in diesem Land für unsere Sicherheit. Die meisten von ihnen machen das freiwillig. Das hat in unserem Land Tradition! Die SPD-Landtagsfraktion gratuliert dem Landesfeuerwehrverband SH zum 150-jährigen Jubiläum!
Wenn der Melder geht, lassen Feuerwehrleute alles stehen und liegen. Sie gehen in den Einsatz, egal, ob sie gerade im Betrieb arbeiten oder das Essen für die Familie zubereiten. Bei Tag und bei Nacht, an jedem Wochentag, auch Weihnachten und Silvester, wenn andere feiern. Aber bis Mann oder Frau in dem roten Auto sitzen und mit Blaulicht zum Einsatz fahren darf, dauert es eine Weile. Allein die Grundausbildung dauert 70 Stunden. Gut, wenn der Nachwuchs aus den eigenen Reihen kommt. Mehr als 10.200 Jugendliche sind derzeit in den Schleswig- Holsteinischen Jugendfeuerwehren aktiv. Deswegen unterstützen wir die Idee, den Landesfeuerwehrverband als Ausbildungsträger anzuerkennen. Diese Anerkennung ist überfällig und mehr als verdient.
Feuerwehr ist mir wichtig. Deswegen rede ich jetzt auch über die Aufgaben der Zukunft. • An manchen Orten im Land ist die die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Wehren bereits gefährdet, zumindest am Tag. • In großen Kommunen fahren die Freiwilligen mehrere hundert Einsätze pro Jahr. Oft geht es um Kleinigkeiten wie brennende Mülleimer, Türöffnungen oder ausgelöste Brandmeldeanlagen. Oft kommen dort hauptamtliche Gerätewarte zum Einsatz. Eigentlich brauchen wir so was wie eine „Berufsfeuerwehr light“. • In manchen Kommunen arbeiten mehrere Ortswehren nebeneinander her – zuweilen auch gegeneinander. Einrichtungen werden doppelt vorgehalten, manchmal gelingt nicht einmal der Bau eines zentralen Gerätehauses.
Ich spreche auch gerne mit Feuerwehrleuten. Die stellen Fragen:

1 • Wie steht es um den Aufbau der Katastrophenschutzabteilung im Innenministerium? • Was ist mit der Umsetzung des 10-Punkte-Planes oder der Aktualisierung der LAPVOFeu? • Wie weit sind wir mit der Wasserrettung? • Wie gehen wir mit der Gewalt gegen Einsatzkräfte um?
Auch wenn die Feuerwehr es gewohnt ist, alles selbst zu organisieren: Ich sehe hier die Landesregierung in der Pflicht. Die muss dafür sorgen, dass unsere Wehren gut aufgestellt in die Zukunft gehen können. Dafür tut die Landesregierung nicht genug. Das macht mir Sorgen. Und die Kürzung der Zuschüsse für den Bau von Feuerwehrgerätehäusern schafft da nicht gerade Vertrauen.
Feuerwehrleute verdienen unsere Solidarität und unseren Respekt. Sie haben einen harten Job, und den machen sie verdammt gut. Sorgen Sie dafür, dass das so bleibt.“



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