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13.02.24
13:38 Uhr
Landtag

Einladung an die Medien: Ausstellungseröffnung "70 Jahre Luxemburger Abkommen zwischen Deutschland, Israel und der Claims Conference"

Nr. 12 / 13. Februar 2024


Einladung an die Medien: Ausstellungseröffnung „70 Jahre Luxemburger Abkommen zwischen Deutschland, Israel und der Claims Conference“

Der Schleswig-Holsteinische Landtag präsentiert ab Februar im Landeshaus die Wanderausstellung 70 Jahre Luxemburger Abkommen zwischen Deutschland, Israel und der Claims Conference – Versuch einer „Wiedergutmachung“ nationalsozialistischen Unrechts des Bundesministeriums der Finanzen und der Claims Conference unter Mitwirkung des Knesset-Museums des israelischen Parlaments. Landtagspräsidentin Kristina Herbst eröffnet die Ausstellung am kommenden Montag (19. Februar).
Die Shoah ist das größte Menschheitsverbrechen und das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Der Vernichtungsfeldzug der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten führte zu fast sechs Millionen jüdischen Mordopfern, zu Raub und Terror sowie unendlichem Leid. Das Ende der Verfolgungen bedeutete jedoch nicht das Ende der Not: Unzählige Menschen mussten inmitten des zerstörten Europas ein neues Leben beginnen – sie konnten oder wollten nicht wieder in ihre Heimat zurück.
Sieben Jahre nach dem Ende des Holocaust setzten sich die Bundesrepublik Deutschland, der Staat Israel und die Conference on Jewish Material Claims Against Germany zusammen, um das Unmögliche zu verhandeln. Nach zähem Ringen schlossen diese drei Parteien im September 1952 in Luxemburg ein Abkommen: Ein historischer Meilenstein.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte jüdischer materieller Ansprüche nach der Shoah sowie die deutschen Bemühungen, Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen. Mit Bildern, Texten und Grafiken wird veranschaulicht, wie sich diese wichtige Aufgabe in über 70 Jahren entwickelte, welche Veränderungen und Verbesserungen es gab und was für die Zukunft geplant ist. Die Betroffenen, die Überlebenden des Holocaust, sind dabei stets Mittelpunkt der Ausstellung. Sie macht deutlich: Zwar können die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht im Wortsinn „wiedergutgemacht“ werden, die Bemühungen zum Wohle der Opfer aber dürfen nicht enden. Zu der Ausstellungseröffnung am
Montag, 19. Februar 2024, 18 Uhr im Plenarsaal des Landeshauses, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel
sind Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen.


Zudem besteht für die Medienvertreterinnen und Medienvertreter die Möglichkeit, vorab an einer geführten Besichtigung der Ausstellung teilzunehmen. Die Vorabführung findet am
Montag, 19. Februar 2024, in der Zeit von 16:30 bis 17:30 Uhr
durch den Kurator der Ausstellung, Herrn Dr. Jens Hoppe,
in der Halle im 1. Obergeschoss des Landeshauses statt.


Bitte melden Sie sich bis zum 16. Februar unter pressesprecher@landtag.ltsh.de an.



Ablauf der Eröffnungsveranstaltung:
Begrüßung: Kristina Herbst, Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages
Grußworte: Rüdiger Mahlo, Repräsentant der Claims Conference in Europa
Eva-Maria Meyer, Unterabteilungsleiterin im Bundesministerium der Finanzen
Zeitzeugengespräch: Überlebende der Shoah aus Kiel und Umgebung im Gespräch mit Dr. Jens Hoppe, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Claims Conference in Deutschland
Musik: Jewish Chamber Orchestra, Hamburg
Im Anschluss: Ausstellungsbesuch und Imbiss



Die Ausstellung kann anschließend bis zum 31. März 2024 täglich zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden. Für den Zutritt zum Landeshaus ist ein amtlicher Lichtbildausweis erforderlich. Beachten Sie bitte die seit Januar 2024 geltenden neuen Zutrittsregelungen für das Landeshaus. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Landtages.