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29.10.26 , 10:50 Uhr
SSW

Bahnverkehr: Nitsch fordert verbindlichen Notfallplan bis Februar

Pressemitteilung
Nr. 288/2026 Kiel, 29.10.2026
Pressesprecher Per Dittrich Tel. 01520-161 2276

Bahnverkehr: Nitsch fordert verbindlichen Notfallplan bis Februar Zu einem Antrag der SSW-Landtagsfraktion für ein Übergangskonzept im Bahnverkehr der Netze Mitte und Süd-West erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Sybilla Nitsch:
„Die neuen Züge kommen zu spät. Das ist ärgerlich genug. Aber wenn die Landesregierung jetzt nicht handelt, droht aus einem Lieferproblem ein jahrelanges Problem für die Fahrgäste zu werden. Deshalb fordern wir mit unserem Antrag einen verbindlichen Notfallplan bis spätestens Februar 2027.
Verkehrsminister Madsen muss sicherstellen, dass ab Ende 2027 ausreichend Ersatzfahrzeuge zur Verfügung stehen, um den Zugverkehr auf allen betroffenen Linien aufrechtzuerhalten. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Züge fahren und ausreichend Sitzplätze vorhanden sind. Dafür brauchen wir konkrete Zusagen statt weiterer Vertröstungen.
Besonders dringend ist die Situation im deutsch-dänischen Grenzland. Ab Dezember wird der Zugverkehr zwischen Flensburg und Dänemark eingestellt. Für das gesamte Jahr 2027 sind Ersatzbusse vorgesehen. Die versprochene durchgehende RE7-Verbindung bis Tinglev sollte ab 2028 endlich wieder eine vernünftige Anbindung schaffen. Nun droht auch daraus nichts zu werden. 2
Flensburg darf nicht auf unbestimmte Zeit vom dänischen Schienennetz abgehängt bleiben. Deshalb verlangen wir ausdrücklich, dass die Landesregierung gemeinsam mit den dänischen Partnern nach einer Übergangslösung auf der Schiene sucht. Dabei muss auch die Deutsch-Dänische Verkehrskommission eingebunden werden.
Madsen weiß spätestens seit vergangener Woche, dass die bestellten Züge nicht rechtzeitig kommen. Jetzt muss er liefern – zumindest einen Plan, wie der Verkehr trotzdem funktionieren soll. Die Fahrgäste haben lange genug die Folgen schlechter Planung und unzuverlässiger Bahnverbindungen getragen.“
Hintergrund: Der SSW fordert in seinem Antrag „Lösungen statt Pendlerfrust“ ein Übergangskonzept für die Netze Mitte und Süd-West bis spätestens Februar 2027. Betroffen sind die Linien RE7, RE70, RB61 und RB71. Neben der Sicherung des Zugverkehrs ab Dezember 2027 verlangt der Antrag eine konkrete Perspektive für die grenzüberschreitende Bahnverbindung von Flensburg nach Tinglev. Das Konzept soll dem Wirtschafts- und Digitalisierungsausschuss zur Beratung vorgelegt werden.
Der Antrag (Drs. 20/5008) kann hier heruntergeladen werden.

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