Am Sonntag (03.05.) hat die Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Eka von Kalben, an der zentralen Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Bombardierung der Häftlingsschiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Neustädter Bucht teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von der Amicale Internationale KZ Neuengamme e. V. gemeinsam mit der Stadt Neustadt in Holstein ausgerichtet.
Von Kalben erinnerte in ihrem Grußwort eindringlich an die mehr als 7.000 Menschen, die am 3. Mai 1945 ums Leben gekommen waren, und stellte deren individuelle Schicksale in den Fokus. „Jedes dieser Opfer trug einen Namen und hatte ein Gesicht.“ Sie betonte, dass die Tragödie von Neustadt Teil eines der größten Menschheitsverbrechen der Geschichte gewesen sei und dass die Dimension dieses Verbrechens bis heute kaum zu begreifen sei. Zugleich warf die Vizepräsidentin die Frage auf, wie Erinnerung gelingen könne: „Wie können wir an diese Menschen erinnern, wie können wir ihnen heute, 81 Jahre später, ein Gesicht und vielleicht sogar eine Stimme geben?“
Aktive und lebendige Erinnerungskultur ist wichtig