Auf Einladung der Generalkonsulin des Königreichs Dänemark, Annette Lind, kamen die Abgeordneten des dänischen Folketings im Rahmen ihrer Informationsreise durch Südschleswig am Dienstagabend (16. Juni) zum Dinner in Schleswig zusammen. Landtagspräsidentin Kristina Herbst richtete dabei ein Grußwort an die Gäste und betonte die Bedeutung der engen Beziehungen und des Austauschs im deutsch-dänischen Grenzland.
„Was uns letztlich verbindet, ist nicht nur unsere Nachbarschaft“, sagte Herbst, „sondern auch unsere Werte und das gemeinsame Verständnis, dass gegenseitiges Zuhören, Kompromissbereitschaft und ein respektvoller Umgang miteinander die Grundlagen starker Demokratien sind.“ In diesem Zusammenhang komme der Rolle nationaler Minderheiten eine besondere Bedeutung zu, so Herbst. „Sie zeigen auf sehr praktische Weise, wie verschiedene Kulturen und Identitäten nebeneinander existieren und sich gegenseitig bereichern können.“ Neben Herbst begrüßten auch der Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein und Koordinator für die Zusammenarbeit mit Dänemark, Johannes Callsen, sowie der Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler (SSW) die Delegation.
Folketing erlebt die Kultur des deutsch-dänischen Grenzlandes
Ziel der dreitägigen Reise des Folketings war es, den Abgeordneten die Kultur und Geschichte des Grenzlandes sowie das Leben der deutschen und dänischen Minderheiten näherzubringen. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche in Schleswig und Flensburg, darunter der Ständesaal, eine dänische Schule sowie das Schloss Glücksburg. Darüber hinaus fanden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der dänischen Minderheit und des SSW statt.
Die Reise geht auf eine Initiative des Folketings zurück. Ursprünglich war sie bereits für das Jahr 2020 im Zusammenhang mit dem 100. Jahrestag der Grenzziehung geplant, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.