Im November ist es wieder soweit: Der Landtag lädt erneut zum Planspiel „Jugend im Landtag“ im Landeshaus ein. Bis zu 100 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, bzw. Schüler ab der 9. Klasse aus Schleswig-Holstein dürfen mitmachen, um Selbst-Erfahrungen mit politischer Arbeit sammeln: Anträge erarbeiten, diskutieren, Reden halten, Kompromisse finden und Beschlüsse fassen.
Und so läuft es ab: Am Freitagnachmittag reisen alle an und lernen sich kennen. Anschließend werden die Themenvorschläge besprochen, die Geschäftsordnung vorgestellt und Arbeitsgruppen gebildet. Am Sonnabend geht die Arbeit dann richtig los. In den Arbeitsgruppen werden Anträge erarbeitet, die am Sonntag im Plenarsaal des Landtages beraten, mitunter verändert und beschlossen werden. Außerdem stehen „echte“ Abgeordnete des Landtages für Gespräche in den Arbeitsgruppen und Diskussionen zur Verfügung. Wer möchte, kann in der Kieler Jugendherberge übernachten.
Beschlüsse werden zur Stellungnahme vorgelegt
Die Beschlüsse von „Jugend im Landtag“ werden den Landtagsfraktionen, der Landesregierung sowie den schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten anschließend zur Stellungnahme vorgelegt. Die Fachausschüsse erhalten die Beschlüsse zur Information und Beratung. Die schriftlichen Stellungnahmen gehen anschließend allen Delegierten „Jugend im Landtag“ zu und werden bei einem weiteren Treffen mit den jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprechern diskutiert.
Die Veranstaltung kann keine bindenden Beschlüsse fassen. Aber die gewählten Parlamentarierinnen und Parlamentarier beschäftigen sich mit dem, was die Jugendlichen beschließen und beziehen daraus Anregungen für ihre politischen Initiativen. Sie schließt mit einer nachbereitenden Diskussionsrunde zwischen Teilnehmenden von Jugend im Landtag und Jugendpolitischen Sprechern der Fraktionen über die Stellungnahmen der Politikerinnen und Politiker zu den Beschlüssen von Jugend im Landtag.
Journalistische Arbeit im Presseteam
Übrigens: Neben der politischen Arbeit gibt es die Gelegenheit, sich journalistisch auszuprobieren. Hierzu bilden medieninteressierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Presseteam. Unter fachkundiger Anleitung werden dann zum Beispiel für die sozialen Medien Interviews vorbereitet und geführt, Beiträge erarbeitet und produziert.