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6. Oktober 2026 – Plenum / Vorschau

Bessere Unterstützung für schwer kranke Kinder und Familien

Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen besser unterstützt werden. Die FDP schlägt ein Modellprojekt mit festen Ansprechpartnern vor. Sie sollen Betroffene bis zum 27. Lebensjahr und ihre Familien schon ab der Diagnose begleiten.

Hospiz Kinderhospiz Pflege ambulant
Die häusliche Versorgung junger Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen soll verbessert werden.
© Foto: Frank Hammerschmidt, dpa

Die FDP will die häusliche Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzenden Erkrankungen verbessern. Gemeinsam mit Kommunen, Leistungsträgern und Anbietern soll das Land ein Modellprojekt für eine regionale Anlauf- und Entlastungsstruktur für Betroffene bis zum 27. Lebensjahr und ihre Familien einrichten. Feste Ansprechpartner sollen Familien bereits ab der Diagnose begleiten, Hilfen koordinieren und sie bei der Beantragung von Leistungen unterstützen. Hospiz- und Palliativversorgung, Pflege, Beratung sowie Jugend- und Eingliederungshilfe sollen dabei stärker miteinander verzahnt werden.

Zur Begründung verweist die FDP auf die besondere Situation der Familien: Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen würden häufig über viele Jahre zu Hause versorgt und begleitet. Neben medizinischer und pflegerischer Unterstützung brauche es deshalb konkrete Entlastung im Familienalltag und Angebote, die auch Eltern und Geschwister einbeziehen. Besser begleitet werden sollen zudem die Übergänge zwischen Krankenhaus und häuslicher Versorgung sowie später ins Erwachsenenalter.

Kinderhospizarbeit bereits Thema im Landtag

Bereits im Februar des letzten Jahres hatte sich der Landtag mit der Versorgung lebensverkürzend erkrankter Kinder und Jugendlicher beschäftigt. Im Mittelpunkt stand damals insbesondere die Frage nach dem Bedarf für ein stationäres Kinderhospiz und der Weiterentwicklung ambulanter Angebote. FDP-Sozialpolitiker Heiner Garg betonte bereits damals, dass es sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich Bedarfe gebe, die genauer ermittelt werden müssten. Im Mai folgte ein Fachgespräch im Sozialausschuss mit Vertretern aus Kinderhospizarbeit und Palliativversorgung, bei dem auch die Vernetzung der Hilfsangebote und die Entlastung der Familien eine Rolle spielten. Der jetzige FDP-Antrag knüpft daran an und legt den Schwerpunkt auf eine koordinierte Unterstützung im häuslichen Umfeld.

Bericht folgt etwa eine Stunde nach dem Ende der Debatte.

Top 31:

Antrag der Fraktion der FDP
Drucksache 20/4910