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6. Oktober 2026 – Plenum / Vorschau

Diskussion über bessere Chancen auf Zweiten Bildungsweg

Immer mehr Jugendliche verlassen die Schulen ohne Abschluss. Die SPD fordert deshalb mehr Möglichkeiten für Erwachsene, Schulabschlüsse später nachzuholen, um Bildungs- und Erwerbschancen zu verbessern.

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Erwachsenen soll der Zugang zum Zweiten Bildungsweg erleichtert werden.
© Foto: dpa, Axel Heimken

Rund zehn Prozent der Jugendlichen verlassen in Schleswig-Holstein die Schule ohne einen allgemeinbildenden Abschluss. Rechnet man diejenigen heraus, die eine Fördereinrichtung besuchen, so lag der Wert für das Jahr 2024 bei 5,3 Prozent. Die Tendenz ist steigend: 2017 waren es noch 3,6 Prozent. Vor diesem Hintergrund fordert die SPD verstärkte Anstrengungen für einen „zweiten Bildungsweg“: Erwachsene müssten bessere Möglichkeiten erhalten, den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) und den Mittleren Schulabschluss (MSA) nachzuholen. „Jeder nachgeholte Schulabschluss verbessert individuelle Bildungs- und Erwerbschancen und kann zugleich gesellschaftliche Folgekosten reduzieren“, so die Sozialdemokraten.

Konkret will die SPD kostenlose Abendkurse an den beruflichen Schulen einrichten: „Während das Abitur an Abendgymnasien kostenfrei nachgeholt werden kann, ist ein entsprechendes verlässliches und kostenfreies Angebot für ESA und MSA nicht flächendeckend gewährleistet“. Der Unterricht solle vorwiegend in Präsenz erteilt werden, digitale Angebote sollen dies „sinnvoll ergänzen“. Unterrichtszeiten, Beratungsangebote und Unterstützungsstrukturen sollen so gestaltet werden, „dass eine Teilnahme neben Berufstätigkeit und familiären Verpflichtungen möglich ist“. Aktuell gibt es laut SPD eine Regelungslücke: Erwachsene würden nur dann in die Kurse an den beruflichen Schulen aufgenommen, „wenn zufällig Plätze frei sind“. Deswegen müssten „eigene Angebote und insbesondere berufsbegleitend erreichbare Abendkurse eingerichtet werden“.

Bericht folgt etwa eine Stunde nach dem Ende der Debatte.

Top 20:

Antrag der Fraktion der SPD
Drucksache 20/4857