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20. Januar 2020 – 75 Jahre nach Auschwitz

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

In Erinnerung an die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 gedenkt Deutschland jedes Jahr an diesem Datum offiziell der Opfer des Nationalsozialismus. Zum 75. Jahrestag gestaltet der Landtag mit weiteren Partnern einen Gedenkmonat.

„KZ-überlebt“ Stefan Hanke Ausstellung
Porträt Kazimierz Piechowski, Projekt „KZ überlebt“. Foto: © Stefan Hanke

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager in Auschwitz. Zum 75. Jahrestag der Befreiung gestaltet der Landtag, in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung sowie Schülerinnen und Schülern des Kieler RBZ Wirtschaft, einen Gedenkmonat mit einer Ausstellung und verschiedenen Sonderveranstaltungen. Unterschiedliche Formate widmen dich den Geschichten von Opfern, Überlebenden und der Erinnerung an sie. Dabei geht es 75 Jahre nach Ausschwitz auch um eine Bestandsaufnahme: Wie findet Gedenken heute statt und wie kann unsere Erinnerungskultur in Zukunft aussehen?

Den Auftakt macht die zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, mit der der Landtag auch in diesem Jahr an die zahllosen Opfer erinnert, für die Befreiung und Kriegsende 1945 zu spät kamen. Neben Gedenkbeiträgen von Schülerinnen und Schülern steht das Projekt „KZ überlebt“ im Mittelpunkt, in dem der Fotograf Stefan Hanke Überlebende nationalsozialistischer Konzentrationslager porträtiert und ihre Lebensgeschichten festgehalten hat. Aus diesem Projekt ist eine Buchpublikation sowie eine Ausstellung mit dem gleichen Titel hervorgegangen, die vom 27. Januar bis 23. Februar im Landeshaus zu sehen ist und täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden kann.

Kinoabend und Lesung

Am Donnerstag, 30. Januar heißt es dann: „Film ab“. Um 19 Uhr zeigt der Landtag mit „Morituri“ den ersten deutschen Spielfilm, der sich mit dem Holocaust auseinandersetzte und die Verbrechen thematisiert, die in nationalsozialistischen Konzentrationslagern begangen wurden. In dem Schwarz-Weiß-Film von 1948 geht es um einen polnischen Arzt, der Häftlingen in einem Konzentrationslager zur Flucht verhilft, nachdem seine eigene Frau von der SS ermordet wurde. Mit diesem Filmabend soll auch an Leben und Werk des Filmproduzenten Artur Brauner (1918-2019) erinnert werden. Eine Anmeldung zum Kinoabend im Landtag ist bis Mittwoch, 22. Januar unter der E-Mail: anmeldung@landtag.ltsh.de möglich.

Mit einer Lesung rundet der Landtag sein Angebot zum Holocaust-Gedenken ab. Igal Avidan, israelischer Nahostexperte aus Berlin, liest am Dienstag, 4. Februar um 19 Uhr aus seinem Buch „Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“. Darin erzählt er die Geschichte des ägyptischen Arztes Mohammed (Mod) Helmy, der sich zu Zeiten des Nationalsozialismus in Berlin unter Todesgefahr religiösen Grenzen und fanatischem Hass entgegenstellte und Menschenleben rettete. Eine Anmeldung zur politischen Lesung im Landtag ist bis Freitag, 24. Januar unter der E-Mail: anmeldung@landtag.ltsh.de möglich.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Gedenkmonats bieten der Landesbeauftragte für politische Bildung und das RBZ Wirtschaft in Kiel an:

Landesbeauftragter für politische Bildung

30. Januar 2020, 14 Uhr
Auf den regionalen Spuren der Demokratie, Fortbildung für Lehrkräfte

31. Januar 2020, 17.30 Uhr
„Keep history alive“ – Zwischen Erinnerungsroutine und neuen Herausforderungen, Diskussionsveranstaltung

3. Februar 2020, 18 Uhr
„Aus dem Volkskörper entfernt“?  – Homosexuelle unter dem NS-Regime, Vortrag

RBZ Wirtschaft Kiel

6. Februar 2020, 19 Uhr
„Als ob es nichts Wichtigeres gäbe!?“ Inhalte und Formen schulischer Erinnerungsarbeit

10. Februar 2020, 19.30 Uhr
„Empfänger Unbekannt“, Szenische Lesung

19. Februar 2020, 19 Uhr
Abschlussveranstaltung der Kooperationspartner, Vortrag und Zeitzeugengespräch