Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

14. März 2018 – Landesentscheid „Jugend debattiert“

Überzeugende Argumente führen zum Bundesfinale

Er ist der Ort für politische Debatten: der Plenarsaal des Landtages. Am Mittwoch standen jedoch nicht Abgeordnete am Rednerpult, sondern acht Jugendliche aus Schleswig-Holstein.

Zwei Jugendliche stehen an einem Rednerpult und debattieren.
Luise Habeck (r.) ist die beste junge Rednerin im Land. Auch ihre Debatten-Partnerin Friederike Voß löste ein Ticket nach Berlin.
© Foto: Landtag, Regina Baltschun

Als Landesfinalisten des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ präsentierten sie ihre Redekünste. Gewonnen haben Lennert Möllgaard (15) von der Theodor-Storm-Schule Husum und Luise Habeck (14) vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz.

In der Altersgruppe I (Klassen 8 bis 10) konnte die 14-jährige Luise Habeck bei der Jury mit „beindruckender Genauigkeit“ punkten. Sie führte die Debatte mit drei weiteren Mitstreitern zu der Frage, ob retuschierte Model-Fotos in Deutschland so wie in Frankreich gekennzeichnet werden sollten und vertrat dabei die Contra-Position.

15-Jähriger punktet mit „analytischem Durchblick“

Lennert Möllgaard setzte sich in der Altersklasse II (Klassen 11 bis 13) nach Meinung der Juroren mit „analytischem Durchblick“ gegen seine Konkurrenz durch. Debattiert wurde in seiner Gruppe zu der Frage, ob Nicht-EU-Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben, bei Kommunalwahlen wählen dürfen sollten. Der 15-Jährige argumentierte dafür.

In der Jury saßen neben dem Landesbeauftragten für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann, dem Leiter von „Jugend debattiert“, Ansgar Kemmann, und Annette Lutter vom Bildungsministerium für jede Altersgruppe je ein Lehrer und ein ehemaliger Teilnehmer der Veranstaltung.

Die vier besten Redner reisen nach Berlin

Den zweiten Platz erreichten Lennart Geiges vom Ludwig-Meyn-Gymnasium Uetersen (Altersgruppe II) und Friederike Voß von der Stormarn-Schule Ahrensburg (Altersgruppe I). Gemeinsam mit den Siegern des Landesfinales reisen sie im Juni nach Berlin. In der Hauptstadt werden sich dann die acht besten Debattanten aus ganz Deutschland im Bundesfinale gegenüberstehen.

Mit „Jugend debattiert“ sollen Schüler aller Schularten ab Klasse 5 ermutigt werden, durch Debattentraining ihre sprachliche, politische und persönliche Bildung zu verbessern. Der Wettbewerb folgt klaren Regeln: Pro Debatte vier Schüler, eine Streitfrage, 24 Minuten Dauer. Inhalte und Argumente zum Thema müssen sitzen, denn wer Pro oder Contra vertritt, wird erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost.

In Schleswig-Holstein wird das Projekt vom Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Bildungsministerium unterstützt. Rund 8.500 Schüler von 54 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr im Rahmen einer Unterrichtsreihe an „Jugend debattiert“ beteiligt. Wettbewerbe fanden zuvor bereits auf Schul- und Regionalebene statt. Weitere Partner sind die Hertie-Stiftung, die Robert-Bosch-Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz-Nixdorf-Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder.

Zwei Jugendliche stehen jeweils an einem Rednerpult und diskutieren.
Jugendliche sitzen im Plenarsaal und halten rote und grüne Karten hoch.
Fünf Menschen stehen um zwei Stehtische herum.
Die Gewinner von Jugend debattiert stehen mit den Ausrichtern des Wettbewerbs im Plenarsaal des Landtages.