Das Treffen des Nordschleswig-Gremiums unter der Leitung von Landtagspräsident Klaus Schlie steht im Zeichen des bevorstehenden Jubiläums der Volksabstimmung im nördlichen Schleswig und der damit einhergehenden Grenzziehung zwischen Deutschland und Dänemark im Jahr 1920 – die geplanten Feierlichkeiten zu diesem Anlass sind daher auch Thema der heutigen Gremiumssitzung.
Nach ersten Gesprächen mit dem deutschen Botschafter Andreas Meitzner, der Präsidentin des dänischen Folketings, Pia Kjærsgaard, und der dänischen Kulturministerin Mette Bock betonte der Parlamentspräsident die besondere Verbindung zwischen Schleswig Holstein und Dänemark. Trotz „unterschiedlicher historischer Betrachtungsweisen“ halte das Jubiläumsjahr 2020 „viele Chancen für die enge Partnerschaft“ bereit. Die Feierlichkeiten „haben das gemeinsame Ziel eines friedlichen und geeinten Europas“, so Schlie.
Das Nordschleswig-Gremium
Die Volksgruppe der deutschen Minderheit in Dänemark besteht seit der Volksabstimmung im nördlichen Schleswig im Jahr 1920. Sie umfasst heute 15.000 Mitglieder. Alle Fragen, die die Nordschleswiger betreffen, wie Finanzen, Kultur oder politische Repräsentation, werden in zweimal jährlich stattfindenden Sitzungen des Gremiums erörtert. Der Vorsitz wird von dem jeweiligen Landtagspräsidenten oder der Landtagspräsidentin übernommen. Weitere Mitglieder sind Landtagsabgeordnete, schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete und Mitglieder des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN). Das Gremium ist seit 1975 tätig.