Landtagspräsident Klaus Schlie hat am Mittwochabend den Neujahrsempfang der Ahmadiyya Muslim-Gemeinde in der Kieler Habib-Moschee besucht. Er dankte den Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft für ihr Engagement und warb dafür, sich weiterhin gemeinsam für wichtige Prinzipien des Zusammenlebens einzusetzen. „Mehr denn je dürfen wir es nicht zulassen, dass der Hass zunimmt und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden“, sagte Schlie. Es sei beschämend, wenn in Deutschland religiöse Einrichtungen unter Polizeischutz stehen müssten.
Er sei dankbar und froh über die Vielfalt der Religionen und Bekenntnisse im Land, so der Parlamentspräsident. „Ohne Vielfalt wäre unsere Gesellschaft so viel ärmer. Sie ist eine Bereicherung, Impulsgeber und wichtiger Motor, um nicht stehenzubleiben, sondern sich gemeinsam weiterzuentwickeln.“ Das gelte auch für die Ahmadiyya Muslim Jamaat, die seit vielen Jahrzehnten daran arbeite, das Gemeinsame und Verbindende in den Mittelpunkt zu stellen.
45.000 Ahmadi-Muslime in Deutschland
Der Landtagspräsident pflegt seit mehreren Jahren enge Beziehungen zu verschiedenen Glaubensgemeinschaften – so auch zur Ahmadiyya Muslim-Gemeinde. Zuletzt begleitete er im April vergangenen Jahres die Grundsteinlegung für eine Moschee der muslimischen Gemeinschaft in Husum.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde 1889 in Indien gegründet. Seit 2013 ist sie als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ anerkannt. Nach eigenen Angaben sind bundesweit über 45.000 Ahmadi-Muslime in 250 Gemeinden organisiert.