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8. Mai 2026 – „Tag der Befreiung“

Landtagspräsidentin Herbst erinnert an den 8. Mai 1945

In einer Rede vor dem Plenum betont die Landtagspräsidentin die große geschichtliche Bedeutung des Jahrestages und mahnt zu Wachsamkeit und Widerstand gegenüber den heutigen Feinden der Demokratie.

Kristina Herbst
Landtagspräsidentin Kristina Herbst spricht vor dem Plenum zum 8. Mai, dem „Tag der Befreiung“.
© Foto: Landtag, Sönke Ehlers

Am 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa hat Landtagspräsidentin Kristina Herbst den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung“ gewürdigt. „Er befreite Zehntausende von geschundenen und gequälten Menschen aus den Folter- und Mordlagern der Nazis, er befreite Völker und Nationen von der brutalen Besetzung durch deutsche Truppen“, sagte Herbst zum Auftakt der Plenarsitzung: „Und er befreite nicht zuletzt die Deutschen selbst von einer Diktatur, die viele von ihnen begrüßt und bis zum Ende aktiv unterstützt hatten.“

Ohne den 8. Mai 1945 wäre die Rückkehr zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht möglich gewesen, so Herbst. Sie verwies auf die Zulassung von Parteien im Herbst 1945, den ersten ernannten Schleswig-Holsteinischen Landtag im Februar 1946, die ersten Kommunalwahlen im Herbst 1946 und die erste Landtagswahlen im April 1947. „Nichts symbolisiert dies deutlicher als der Umstand, dass der erste gewählte Schleswig-Holsteinische Landtag zum ersten Mal am 8. Mai 1947 zusammengetreten ist – auf den Tag genau zwei Jahre nach Kriegsende.“ Deshalb verpflichte der 8. Mai heute zur Wachsamkeit und zum entschlossenen Widerstand gegenüber „allen, die unsere Demokratie und unsere Freiheitsordnung infrage stellen und bedrohen. Im Inneren wie im Äußeren“. Politik und Gesellschaft müssten alles dafür tun, „dass sich die von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechen niemals wiederholen“.