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20. Mai 2026 – Ostseeparlamentarierkonferenz

Erklärung zu feindlichen Drohnen und Solidarität mit Finnland

Der Ständige Ausschuss der Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC) verurteilt feindliche Drohneneinflüge im Ostseeraum und betont seine Solidarität mit Finnland, dem Baltikum und Polen.

BSPC
Der Ständige Ausschuss der BSPC bei seinem Treffen in Neustadt in Holstein.
© Foto: Landtag, Sönke Ehlers

Der Ständige Ausschuss der Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC) hat am Montag (18. Mai)  in Neustadt in Holstein eine Erklärung zu feindlichen Drohneneinflügen in den Luftraum der Ostsee-Anrainerstaaten verabschiedet. Den Vorsitz führte Kristina Herbst, Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtags und amtierende BSPC-Präsidentin.

Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Polen registrieren seit Monaten russische Drohneneinflüge in ihren Luftraum. Am 15. Mai traf es Finnland unmittelbar: Über dem Großraum Helsinki wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Der Flughafen Helsinki-Vantaa war knapp drei Stunden gesperrt. Rund 1,8 Millionen Menschen wurden aufgefordert, in Gebäuden zu bleiben. Abfangjäger stiegen auf. Für den Ständigen Ausschuss sind das keine Einzelereignisse — sie sind direkte Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Jugend erarbeitet Beiträge zur Resolution für Lübeck

Die Erklärung fordert die Regierungen der demokratischen Ostsee-Anrainerstaaten auf: Sie sollen die Luftverteidigung enger koordinieren, in Überwachung investieren sowie die Bevölkerung schützen und informieren. Die Parlamente müssen diese Arbeit kontrollieren. „Was eines unserer Mitglieder betrifft, betrifft uns alle", sagte
Kristina Herbst.

Junge Delegierte aus der Ostseeregion haben konkrete Empfehlungen für die Konferenz erarbeitet. Sie fließen direkt in den Resolutionsentwurf für die 35. Jahreskonferenz ein. „Wir gestalten diese Konferenz nicht ohne die Jugend — und ich meine das ernst: auf Augenhöhe. Die jungen Menschen haben konkrete Punkte für die Resolution in Lübeck vorbereitet. Wir arbeiten daran, konkret", sagte Kristina Herbst.

35. Jahreskonferenz im August in Lübeck

Die 35. Ostseeparlamentarierkonferenz findet vom 30. August bis 1. September 2026 in Lübeck statt — erstmals seit 1998 richtet Schleswig-Holstein die Jahreskonferenz aus. Das Motto: „Youth.Set.Sail. For a Thriving Baltic Sea Region." Begleitet wird sie vom Baltic Sea Parliamentary Youth Forum.

An der Sitzung nahmen Delegierte aus Finnland (Eduskunta), Estland (Riigikogu), Lettland (Saeima), Litauen (Seimas), Polen (Sejm), Schweden (Riksdag), Norwegen (Storting), Island und den Ålandinseln (Lagtinget) teil — sowie Vertreter des Deutschen Bundestags, der Hamburgischen Bürgerschaft und des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. Auch das Europäische Parlament, die Baltische Versammlung und der Nordische Rat waren vertreten. Als Gäste nahmen 15 Jugenddelegierte aus dem Ostseeraum teil.

Die Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC) bringt die nationalen und regionalen Parlamente aller Ostsee-Anrainerstaaten zusammen. Die Präsidentschaft 2025/2026 liegt beim Schleswig-Holsteinischen Landtag.

Weitere Informationen:

Themenseite zur BSPC

Englische Online-Präsenz der BSPC

 

 
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Landtagspräsidentin und BSPC-Präsidentin Kristina Herbst: „Was eines unserer Mitglieder betrifft, betrifft uns alle."
Foto: Landtag, Sönke Ehlers