Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

15. Juni 2026 – Veteranentag 2026

Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gesellschaft im Mittelpunkt

Live-Musik, Informationsstände, Foodtrucks und interessante Gesprächsrunden – am Sonntag (14. Juni) wurde der Veteranentag gefeiert. Das große Bürgerfest fand dieses Jahr im Norden auf dem Husumer Marktplatz statt.

26_06_14_Veteranentag_2026_in_Husum_SES18186_ses © Foto: Landtag, Sönke Ehlers
Viel Andrang gab es in Husum schon zur Eröffnung.
© Foto: Landtag, Sönke Ehlers

Humorvoll entschuldigte sich Pastor Friedemann Magaard zu Beginn seiner Rede für das stürmische Wetter. Aber vielleicht sei es ja auch passend, denn „es sind stürmische Zeiten, in denen wir leben“. Mit einem würdevollen ökumenischen Gottesdienst begannen die Feierlichkeiten zum nationalen Veteranentag am Sonntag (14. Juni) in der Husumer St. Marienkirche. Landtag und Landesregierung haben zu diesem Anlass nebenan auf dem Marktplatz gemeinsam mit dem Landeskommando Schleswig-Holstein sowie zahlreichen weiteren Partnern ein großes Bürgerfest ausgerichtet, um die Anerkennung und Wertschätzung aktiver und ehemaliger Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in den Mittelpunkt zu stellen.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte der bekannte Radiomoderator Frank Bremser auf der Marktplatzbühne die zahlreich erschienenen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bundeswehr und Gesellschaft sowie alle Besucherinnen und Besucher zum Aufwärmen mit einer sehr persönlichen Liebeserklärung an seine Geburtsstadt. Um 12 Uhr wurde die Veranstaltung offiziell von Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Ministerpräsident Daniel Günther, dem Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, Oberst Michael Skamel, sowie Husums Bürgermeister Martin Kindl eröffneten. „Mit dem Veteranentag stellen wir die Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Heute geht es darum, die Leistungen, Erfahrungen und den Dienst unserer Veteraninnen und Veteranen sichtbar zu machen und ihnen die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen“, sagte Kristina Herbst. „Wir sehen Sie, wir hören Ihnen zu, und wir sind dankbar für Ihren Beitrag zu Sicherheit, Freiheit und Demokratie in unserem Land“.

Freiheit und Sicherheit müssen geschützt werden

 

Der Veteranentag sei ein Tag des Dankes, betonte Daniel Günther. „Wir feiern für alle und mit allen, die in der Bundeswehr dienen oder gedient haben. Dieser Tag erinnert uns daran, dass unsere Freiheit und Sicherheit geschützt werden müssen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sehen wir tagtäglich auf schreckliche Weise, wie verletzlich der Friede in Europa ist.“ Alle ehemaligen und aktiven Soldatinnen und Soldaten verdienten Respekt, Anerkennung und den Rückhalt der gesamten Gesellschaft.

„Mit Offenheit, Vertrauen und einem Verständnis für die besonderen Belastungen des Dienstes geben die Menschen in Schleswig-Holstein der Bundeswehr einen wichtigen Rückhalt. Ein Rückhalt, der sowohl für Veteraninnen und Veteranen als auch für deren Familien von unschätzbarem Wert ist“, so Oberst Skamel. Der Veteranentag sei Ausdruck für die große Anerkennung des Dienstes, der in den Streitkräften geleistet wird. Außerdem biete er die Möglichkeit einfach mal miteinander ins Gespräch zu kommen, sagte Skamel und forderte zum Abschluss einfach auf: „Lass mal schnacken.“ Bürgermeister Kindl hob die enge Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gesellschaft gerade am Bundeswehrstandort Husum hervor: „Wir sind stolz darauf, den Veteranentag in Husum auszurichten und so viele Gäste aus ganz Schleswig-Holstein bei uns begrüßen zu dürfen.“

Höhepunkt: feierliche Verleihung des Veteranenabzeichens auf der Bühne

Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Ministerpräsident Daniel Günther und Oberst Skamel im Gespräch auf dem Marktplatz.
Foto: Landtag, Sönke Ehlers

Nach der allgemeinen Begrüßung entwickelte sich trotz Wind und hin und wieder einigen Tropfen Regen ein rundum gelungener Festtag für die Veteraninnen und Veteranen und alle Besucherinnen und Besucher. Mattis Brodersen sowie Björn Paulsen und Band lieferten ein ansprechendes musikalisches Rahmenprogramm, während auf dem ganzen Marktplatz die Menschen bei Bier und Bratwurst ins Gespräch kamen. Auch Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Ministerpräsident Daniel Günther besuchten – live auf einer großen Bildschirmwand übertragen – für einen kurzen Austausch einige Stände der zahlreichen anwesenden Veteranen- und Reservistenverbände, wie etwa dem „Bund Deutscher EinsatzVeteranen e.V.“ oder der „Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 41“. Das Landtagsmobil fand mit seinem großen Informationsangebot zu Politik und Demokratie sowie Mitmachspielen viel Anklang beim Publikum aller Altersklassen.

In einer ersten Gesprächsrunde diskutierten Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Ministerpräsident Daniel Günther, Oberst Michael Skamel und Oberstleutnant Michael Krause, Leiter des Veteranenbüros der Bundeswehr, auf der Bühne live über die Bedeutung des Veteranentages. Im Detail ging es um die die Entwicklung einer Veteranenkultur in Deutschland und die öffentliche Wahrnehmung des Dienstes in der Bundeswehr. Eine zweite Gesprächsrunde widmete sich später dem neuen Wehrdienst und der Frage, wie sich Menschen heute für den Schutz und den Zusammenhalt der Gesellschaft engagieren können – in der Bundeswehr ebenso wie in Feuerwehr, Katastrophenschutz oder anderen Organisationen. Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war die feierliche Verleihung des Veteranenabzeichens. Gemeinsam mit Landtagspräsidentin Herbst und Ministerpräsident Günther überreichte Oberst Skamel auf der Bühne unter viel Applaus die Auszeichnungen symbolisch an drei ausgewählte Soldatinnen und Soldaten, darunter einer im aktiven Dienst.

Pressefotos finden Sie zeitnah hier.

Entschuldigte sich für das stürmische Wetter: Pastor Friedemann Magaard während des ökumenischen Gottesdienstes in der Husumer St. Marienkirche.
Foto: Landtag, Sönke Ehlers

Veteranentag

Der Veteranentag wurde 2024 durch Beschluss des Deutschen Bundestages eingeführt. Er dient der öffentlichen Anerkennung und Würdigung der aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie der Stärkung der Verbindung zwischen Streitkräften und Gesellschaft. Als Veteraninnen und Veteranen gelten alle Soldatinnen und Soldaten, die ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind oder weiterhin aktiv dienen. Die Veranstaltung in Husum zählte nach der zentralen Feier des Bundes in Berlin erneut zu den größten Veranstaltungen zum Veteranentag in Deutschland und unterstreicht die besondere Bedeutung, die Schleswig-Holstein der Anerkennung seiner Veteraninnen und Veteranen beimisst.