Auf Einladung der Landeszuwanderungsbeauftragten Doris Kratz-Hinrichsen kamen heute (7. September) Expertinnen und Experten aus dem Bereich Migration zur Fachtagung „Perspektiven für unsere Einwanderungsgesellschaft“ im Landeshaus zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Politik und Gesellschaft mit den Chancen und Herausforderungen von Zuwanderung umgehen. Landtagspräsidentin Kristina Herbst verwies in ihrem Grußwort auf die vielen Bereiche, die davon berührt werden – vom Arbeitsmarkt und der Fachkräftesicherung über Bildung und Wohnen bis hin zu Fragen von Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Entscheidend sei längst nicht mehr, ob Deutschland eine Einwanderungsgesellschaft sei, sondern wie diese gestaltet werde, sagte Herbst. „Eine Einwanderungsgesellschaft entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen einwandern. Sie entsteht dort, wo aus Zuwanderung Teilhabe, aus Vielfalt Zusammenhalt und aus unterschiedlichen Biografien eine gemeinsame Zukunft wird.“ Eine verantwortungsvolle Migrationspolitik müsse Humanität und Ordnung, individuelle Rechte und gesellschaftliche Verantwortung zusammenbringen. Integration sei dabei keine Einbahnstraße: Statt einseitiger Anpassung gehe es darum, gemeinsame Grundlagen zu schaffen – von Sprache und Bildung über Arbeit bis hin zu sozialer Teilhabe und dem Gefühl, tatsächlich dazuzugehören.
Tätigkeitsbericht an Landtagspräsidentin übergeben
Bei einem weiteren Termin im Landeshaus übergab die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten, Anke Erdmann, heute ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 an Landtagspräsidentin Kristina Herbst. Die öffentliche Präsentation findet erst am kommenden Donnerstag im Rahmen einer Landespressekonferenz statt: Zuvor erhält traditionell das Präsidium des Landtages Gelegenheit zur Erstlektüre – eine langjährige Gepflogenheit im Landeshaus.