Mit einem Fest rund um Franz von Assisi haben die Liebfrauengemeinde und die Franziskanerinnen des Gästeklosters Haus Damiano am Sonnabend (5. September) den neuen Franziskuspfad der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Weg greift den Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi auf und macht dessen Blick auf die Schöpfung an verschiedenen Stationen erfahrbar. Elemente wie Sonne, Wasser, Feuer und Erde erhalten dort einen eigenen Ort und können teilweise auch haptisch erkundet werden. Entstanden ist der Pfad als Gemeinschaftsprojekt, an dem sich neben Gemeinde und Kloster auch Menschen aus der Nachbarschaft und dem Stadtteil beteiligt haben.
„Wir sind Teil der Schöpfung. Wir stehen nicht außerhalb von ihr“, betonte Landtagspräsidentin Kristina Herbst in ihrem Grußwort. Der Franziskuspfad lade dazu ein, die Natur nicht nur mit dem Verstand zu erfassen, sondern im wörtlichen Sinne zu „begreifen“. Gerade für Kinder könne so erfahrbar werden, dass Wasser, Erde und andere natürliche Ressourcen nicht selbstverständlich seien. Der öffentlich zugängliche Pfad schaffe zugleich einen Ort für Begegnung und Austausch. „Schöpfung bewahren heißt Gemeinschaft gestalten“, sagte Herbst und dankte allen, die den neuen Weg geplant, gestaltet und mit ihrer Arbeit möglich gemacht hätten.