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13.06.18
11:35 Uhr
CDU

Tobias Koch: (TOP 29) Jetzt die Weichen stellen

Sport | 13.06.2018 | Nr. 200/18
Tobias Koch: (TOP 29) Jetzt die Weichen stellen Es gilt das gesprochene Wort
Sperrfrist Redebeginn
Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren,
ein außergewöhnliches Sportjahr liegt hinter uns: Alles begann vor gut einem Jahr, als Holstein Kiel den Aufstieg perfekt machte und nach 36 Jahren in die zweite Bundesliga zurückkehrte. Was waren das für tolle Bilder, als tausende von Fans den Aufstieg unserer Störche damals auf dem Rathausmarkt feierten.
Dieses sportliche Ereignis hatte unmittelbare Auswirkungen auf die wenig später beginnenden Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein. Gleich in der ersten Verhandlungsrunde der Finanzarbeitsgruppe galt es zu klären, ob sich das Land an dem erforderlichen Ausbau des Holstein Stadions beteiligt, um die Mindestvoraussetzungen für die 2. Liga zu erfüllen.
Die dafür vereinbarten 7 Mio. Euro wurden quasi als erste Amtshandlung der neuen Regierung in einen Nachtragshaushalt gegossen und in der Juli-Tagung einstimmig vom Landtag beschlossen.
Aber schon damals haben wir vereinbart, nicht nur Holstein Kiel beim Stadionausbau zu unterstützen, sondern darüber hinaus weitere 8 Mio. Euro für die Sanierung regional und überregional bedeutender Sportstätten in Schleswig-Holstein zur Verfügung zu stellen.
Die Flensburger Arena, die Lübecker Hansehalle und die Eissporthalle Travemünde seien hier beispielhaft als Profiteure genannt. Damit aber nicht genug: Im September legte die Landesregierung die neue Sportförderrichtlinie vor. Bei der Sanierung kommunaler Sportstätten können seitdem auch Spielfelder und Laufbahnen eine Förderung aus Landesmittel erhalten.
Der Landtag wiederum beschloss im Oktober letzten Jahres die Aufstellung einer Sportentwicklungsplanung für ganz Schleswig-Holstein. Nur die SPD stimmte damals leider dagegen. Auch sportlich ging das Jahr erfolgreich weiter: Holstein Kiel spielte eine fulminante Saison und konnte, statt um den Klassenerhalt zu kämpfen, die Herbstmeisterschaft feiern. Mit dem Haushalt 2019 schlugen wir dann die nächsten sportpolitischen Pflöcke ein:


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Verantwortlich: Kai Pörksen | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Die Haushaltsmittel für die Sanierung kommunaler Sportstätten wurden mit 6,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht und auch der Landessportverband – und seine ihm angeschlossenen Vereine und Fachverbände - konnte sich über eine Erhöhung der Förderung um 1 Mio. Euro freuen. Beides im Übrigen Forderungen aus dem CDU Wahlprogramm, die wir damit umgesetzt haben.
Dieses verstärkte sportpolitische Engagement von Jamaika wurde quasi durch die sportlichen Erfolge am Ende der Saison belohnt: Zwar mussten sich Weiche Flensburg und Holstein Kiel in den Relegationsspielen den jeweils höherklassigen Konkurrenten geschlagen geben, dennoch sorgten beide Vereine für ein schleswig- holsteinisches Fußballmärchen in diesem Frühjahr.
Übertroffen wurde das nur noch durch die 2. Deutsche Handball-Meisterschaft der SG Flensburg-Handewitt, womit erneut die schleswig-holsteinische Spitzenposition im bundesdeutschen Handball unter Beweis gestellt wurde.
Durch die Ausrichtung der Spezial Olympics in der Landeshauptstadt Kiel konnten wir noch einen draufsetzen. Rund 4.500 Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung waren eine Woche lang zu Gast in Kiel. Eine fantastische Veranstaltung, die zu Recht mit einer stattlichen sechsstelligen Summe aus dem Landeshaushalt gefördert wurde.
Meine Damen und Herren, jetzt gilt es die nächsten Weichen zu stellen, um an diese Erfolge anzuknüpfen und die erreichten Entwicklungen weiter auszubauen. Wir brauchen in Kiel ein Stadion, welches dauerhaft die Bundesliga-Anforderungen erfüllt. Es zeichnet Jamaika aus, dass wir in dieser Situation eine schnelle und in der Sache gute Einigung aller drei Partner erreicht haben und damit über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages hinausgegangen sind.
Neben den Zusagen privater Investoren sind wir bereit, weitere 10 Mio. Euro für einen Stadionausbau zur Verfügung zu stellen. Alles was jetzt noch fehlt, ist die Zusage der Stadt Kiel. Als Eigentümerin des Stadions und natürlich als Heimatstadt von Holstein Kiel ist die Landeshauptstadt hier gleich doppelt gefordert.
Genauso wie Jamaika auf Landesebene im letzten und in diesem Jahr schnellstmöglich für Klarheit gesorgt hat, genau so kann man auch von einem Oberbürgermeister und den Kieler Ratsfraktionen erwarten, dass umgehend Entscheidungen getroffen werden!
Ich finde, die Mannschaft und ihre Fans haben es mehr als verdient! Kiel muss sich zu seiner Verantwortung gegenüber dem Verein bekennen und die Verantwortlichen dürfen nicht länger im Unklaren gelassen werden. Klarheit ist das Gebot der Stunde.
Meine Damen und Herren, neben diesen sportlichen Vorbildern ist die Förderung des Breitensports unser ganz besonderes Anliegen. Auf die vorhin erwähnte neue Sportförderrichtlinie der Landesregierung sind in einem derartigen Umfang Anträge eingegangen, dass die bereits aufgestockten Haushaltsmittel um mehrere Millionen Euro übertroffen werden.


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Verantwortlich: Kai Pörksen | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Vollkommen unabhängig von den zusätzlichen Millionen für das Holstein Stadion haben wir uns deshalb dafür eingesetzt, dass die Fördermittel für die Sanierung von Sportstätten weiter aufgestockt werden.
Neben der Förderung von Spielfeldern und Laufbahnen wollen wir im kommenden Jahr auch in die Förderung der Sporthallensanierung einsteigen und selbstverständlich wollen wir auch die Sanierung von Schwimmsportstätten weiter fortsetzen. Mit zusätzlichen 10 Mio. Euro werden wir deshalb auch in diesem Bereich den Investitions- und Sanierungsstau der letzten Jahrzehnte möglichst schnell beseitigen. Und das ist gut so!
Wir machen Schleswig-Holstein damit zu einem wirklichen Sportland und können dann hoffentlich auch weiterhin sportliche Erfolge in allen Disziplinen feiern.
Ich bitte deshalb um Zustimmung zu unserem Antrag.



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