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07.11.18
17:11 Uhr
B 90/Grüne

Andreas Tietze zum Deutschen Institut für Tourismusforschung

Presseinformation

Landtagsfraktion Es gilt das gesprochene Wort! Schleswig-Holstein TOP 18 – Deutsches Institut für Tourismusforschung Pressesprecherin Claudia Jacob Dazu sagt der tourismuspolitische Sprecher der Landeshaus Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Düsternbrooker Weg 70 Andreas Tietze: 24105 Kiel
Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 395.18 / 07.11.2018 Tourismus mit der Natur denken
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Herausforderungen der Tourismuswirtschaft bleiben auch in Zukunft, trotz guter Wirtschaftsdaten in 2018, hochaktuell. Viele Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten in unserem Land sind auch weiterhin von der Tourismuswirtschaft abhängig. Doch wo geht die Reise hin bei einer zunehmenden Individualisierung, bei neuen Herausforde- rungen durch die Digitalisierung und den sozialen Netzwerken, bei sich veränderten Märkten und Nachfragen durch die Kunden?
Bei zunehmender Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit und Naturverträglich auch in Zukunft keine leeren Worthülsen sein dürfen: Welche Qualität wird sich durchsetzen? Wir wis- sen es nicht. Wir Grüne setzen auf Attraktivitätseffekte, Lebensqualität, saubere Strän- de und sauberes Wasser. Der echte Norden hat ein hohes Potenzial durch seinen ein- zigartigen Natur- und Lebensraum. Diesen müssen wir erhalten. Sehen das die Gäste von morgen aber auch so? Nur wenn die Menschen im echten Norden, echte Natur er- leben, bleiben wir zukunftsfähig.
In diesem Sinne ist der alte Spruch, wir haben unsere Erde nur von den nachfolgenden Generationen geerbt, Leitmotiv für das Handeln von morgen. Immer mehr Tourismusbe- triebe setzen auf Ressourcenschonung, auf Nachhaltigkeit sowie auf Umwelt- und Na- turschutz. Regionale Wertschöpfungsketten und einheimische Produkte sind von hoher Qualität und werden gleichermaßen bei Gästen und Einheimischen hoch geschätzt.
Die Urlauber*innen von morgen wollen Urlaub im Einklang mit der Natur. Sie suchen nach Entschleunigung und Ruhe. Sie legen Wert auf einen guten ökologischen Fußab- druck und wollen auch und gerade in ihrem Urlaub eine gute CO 2-Bilanz vorweisen können.
Wir legen Wert darauf, dass der Tourismus in unserem Bundesland nicht gegen, son- dern nur mit der Natur gedacht wird. Wir wären doch mit dem Klammerbeutel gepudert, Seite 1 von 2 wenn wir unser größtes Kapital nicht schützen.
Eine nachhaltige Tourismuswirtschaft hat auch positive Auswirkungen auf die Standort- qualität unser Orte und Gemeinden. Gefördert werden Vielfalt, positive Regionalent- wicklung, Stärkung der Dienstleistungs- und Gesundheitswirtschaft, Stärkung der Kauf- kraft und Sicherung von qualifizierten Arbeitskräften in der Region. Diese Erkenntnis hat sich auch in der tourismuswissenschaftlichen Fachdiskussion durchgesetzt. Man setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Gesellschaftswissenschaften und ist offen für neue Forschungsansätze, beispielsweise Slow Tourism.
Wir müssen uns verstärkt die Frage stellen, was können wir aus eigener Kraft beitra- gen, das wir es in der Zukunft besser machen? Die Fachhochschule Westküste und Prof. Bernd Eisenstein ist als nationaler und internationaler Experte hoch anerkannt Schleswig-Holstein als das Tourismusland kann da mehr. Wir können neue Impulse für einen nachhaltigen Tourismus in Deutschland setzten.
Die Leute sind im Urlaub neugieriger und probieren mal was aus. Das zeigt zum Bei- spiel die hohe Zunahme der Pedelecs in den Tourismusorten. Der gesellschaftliche Wandel macht auch vor dem Tourismus nicht halt. Slow Tourism ist in, da geht was, da dreht sich was in den Köpfen. Um auf all diese Entwicklung auch in der Zukunft reagie- ren zu können, begrüßen wir daher die Einrichtung eines Forschungsinstitutes für die Tourismuswirtschaft. Wie heiß es so schön: Nur wer weiß, wo die Reise in Zukunft hin- gehen wird, wird entsprechende Angebote gestalten können. Nichts ist beständiger als der Wandel.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
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