Der entsprechende Antrag der Oppositionsfraktion sei bereits überholt und nachträgliche „Panikmache“ und „Populismus“, erklärten die Redner der anderen Fraktionen.
Bereits 2014 trat die Euro-6-Norm in Kraft, dernach auch die Nutzfahrzeuge der Helfer weniger Schadstoffe in die Luft blasen sollen. Seit 1. Januar 2018 müssen alle Fahrzeuge in Schleswig-Holstein dieser Vorschrift entsprechen. Euro-6 fordere höheren Wartungsaufwand, höheren Kosten und bringe am Ende „Null für die Reinheit der Luft“, begründete Volker Schnurrbusch (AfD) nun den Antrag. Motor und Abgasreinigungsanlage erreichten erst nach einer längeren Fahrt ihre Betriebstemperatur und damit ihre Wirkung. Dafür seien zusätzliche und unnötige Fahrten nötig, so Schnurrbusch.
CDU: Probleme bereits behoben
Lukas Kilian (CDU) erklärte wie alle anderen Redner, dass die Industrie die damaligen Probleme längst erkannt und in den Griff bekommen habe. Die Euro-6-Norm reduziere gerade Stickstoffoxid im Vergleich zur Euro-5-Norm um bis zu 90 Prozent. Noch schärfer formulierte es Kai Vogel (SPD): „Recherchieren sie gründlicher, wenn Sie sich ernsthaft mit uns unterhalten wollen“, hielt er der AfD vor.
Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) lobte ausdrücklich die Arbeit der Feuerwehren im Land und stellte klar: „Wir legen niemals den Helfern Steine in den Weg. Sollte es irgendwelche Hinweise geben, dass es mit irgendwelchen Fahrzeugen irgendwelche Probleme gibt, werden wir sofort zur Stelle sein.“
Weitere Redner:
Andreas Tietze (Grüne), Kay Richert (FDP), Flemming Meyer (SSW)