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18. Juni 2021 – Juni-Plenum

Landtag für attraktiveren S-Bahn-Verkehr nach Hamburg

Für die Metropolregion werden steigende Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr erwartet. Vor diesem Hintergrund plädiert der Landtag für eine engere Taktdichte bei den S-Bahnen.

HVV Hamburger Verkehrsverbund
Abfahrten im 10-Minuten-Takt sollen auf einigen S-Bahn-Strecken rund um Hamburg künftig die Regel werden. Foto: dpa, Axel Heimken

Der Landtag hat eine Verbesserung der S-Bahn-Anbindung des Hamburger Rands an die Hansestadt beschlossen. Die Parlamentarier stimmten geschlossen für einen Alternativantrag von Jamaika, der besonders eine Taktverdichtung der S21 in den Blick nimmt. Zuvor hatte die SPD-Fraktion ihren Ursprungsantrag zurückgezogen. Dieser hatte das Augenmerk auch auf die Linien S1 und S3 gelegt.

„Unser gemeinsames Interesse liegt insbesondere in einer Verbesserung der S-Bahntakte“, sagte der Abgeordnete Kai Vogel (SPD). „Wir werden Ihrem Antrag zustimmen“, auch, wenn dieser „fast nur die S21 im Blick“ habe. Auch für andere Strecken seien Verbesserung im landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) „angedacht“, sagte Vogel.

S21: schlechteste Angebotssituation

„Heute ist ein guter Tag für den Hamburger Rand“, sagte der CDU-Abgeordnete Lukas Kilian. Der Antrag von Jamaika definiere einen „Mindeststandard“. Denn der Wunsch der Taktverdichtung bestehe im gesamten Hamburger Stadtgebiet. Am „dringlichsten“ sei der Handlungsbedarf aber an der S21.

„Wir sind uns doch einig, dass das schlechteste Angebotssituation, die wir derzeit haben, die S21 ist“, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) mit Blick auf den Schienenverkehr in der Metropolregion. „Also sollten wir dieses auch als erstes bereinigen“, so Buchholz weiter. Er sei „guter Hoffnung, dass wir die Taktverdichtung zum Winter hinbekommen“. Die Kosten beliefen sich auf 750.000 Euro pro Jahr –angesichts der hohen Einwohnerzahlen „gut investiertes Geld“, so der Verkehrsminister.

Weitere Redner:
Andreas Tietze (Grüne), Anita Klahn (FDP), Christian Dirschauer (SSW)

SPD und Koalitionsfraktionen setzen sich für eine engere Taktung der S-Bahnen im Großraum Hamburgs ein. Hierzu liegen zwei Anträge vor. Sie nennen unterschiedliche Schwerpunkte, sehen aber vor allem bei den Linien nach Wedel, Pinneberg und Aumühle eine Erhöhung der Zugfrequenz vor. CDU, Grüne und FDP sprechen hier von Abfahrten im 10-Minuten-Takt sowie der Einführung von Nachtverkehren – „schnellstmöglich, idealerweise bis zum Fahrplanwechsel 2021/22“.

Die SPD will eine Taktverdichtung mit dem Sommerfahrplan 2022. Sie bittet die Landesregierung, „bis zum 3. Quartal 2021 den Kosten- und Nutzenfaktor für jede der dort aufgeführten Strecken zu ermitteln und für die Umsetzung im Haushalt 2021 abzubilden“. Auch die Sozialdemokraten heben die S1 von und nach Wedel, S3 von und nach Pinneberg und S21 von und nach Aumühle in ihrem Antrag hervor.

(Stand: 14. Juni 2021)

Vorherige Debatte zum Thema:
März 2019 (Taktung)

Anträge

Optimierte S-Bahn-Taktung
Antrag der Fraktion der SPD – Drucksache 19/3075

Die S-Bahn für die Menschen deutlich verbessern
Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP – Drucksache 19/3104(neu)